Chiang Mai im März trotz Smog - was tun und was nicht?

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Chiang Mai im März trotz Smog - was tun und was nicht?

Beitragvon Rookie » 23.11.2015, 18:52

Hallo liebe Thailandfreunde,

ich habe kürzlich die Flüge für meine Thailandreise im März gebucht und dabei habe ich 5 volleTage in Chiang Mai (09.-13.03.+An/Abreisetag) geplant, um mir von dort aus den ein oder anderen Trip in die Umgebung zu gönnen. Leider habe ich erst nach der Buchung gesehen, dass im März wohl eine drastische Luftverschmutzung zu befürchten ist, wohl bedingt durch Brandrodungen und begüstigt durch die trockene und relativ windstille Wetterlage.

Da ich nun nicht mehr umhin kommen werde, dennoch nach Chiang Mai zu fliegen, schließt sich meine Frage direktan: Welche Aktivitäten sind zu dieser Zeit und im Falle von starken Smog zu empfehlen und welche eher nicht?
Vorgestellt hatte ich mir eigentlich die Klassiker, ein Ausflug zum Wat Phra That Doi Kham, zum Doi Inthanon Park oder sogar eine Wanderung (ggf. auch 2 Tage) irgendwo in der Natur, ggf. auch ein Tagestrip in Richtugn Chiang/Rai, goldenes Dreieck...

Nun liest man häufig, dass der Smog zum einen die Sicht massiv einschränkt und zudem insbesondere körperliche Anstrengungen sehr unangenehm macht. Zudem scheint es zum Teil in umliegenden höher gelegene Gebieten schlimmer zu sein als in der Stadt selbst.

Macht es da z.B. Sinn eine Bergwanderung zu machen oder würdet Ihr davon generell abraten? Wird es in Richtung Chiang Rai pontentiell noch schlechter mit der Luft? Wird man vom Wat Phra That Doi Kham überhaupt so etwas wie eine "Aussicht" genießen können?

Wer hat Erfahrungen/Tipps mit dieser Jahreszeit und kann interessante Aktiväten vorschlagen, die wenig durch die dicke Luft beeinträchtigt werden?
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Re: Chiang Mai im März trotz Smog - was tun und was nicht?

Beitragvon smile » 23.11.2015, 19:54

Wenn du aus der Nummer nicht raus kommst würde ich einfach nichts planen. Kann ja auch besser werden als in diesem Jahr oder es gibt Regen (die Thais versuchen es ja auch künstlich Regnen zu lassen). Einfach abwarten und spontan entscheiden was geht und was nicht.
Aber das es möglich bzw. gesund ist größere körperliche Aktivitäten zu unternehmen halte ich für unwahrscheinlich.
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Re: Chiang Mai im März trotz Smog - was tun und was nicht?

Beitragvon Rookie » 25.11.2015, 12:27

Leider sieht es stark danach aus. Ich habe einen Multistop-Flug gebucht und das zum günstigsten Tarif. Soll heißen wir müssen die vorgesehene Reihenfolge einhalten und können auch nicht ohne weiteres TamTam stornieren.

Mir scheint das alles irgendwie merkwürdig: Zum einen findet man Leute, die berichten, dass es kaum auszuhalten sei. Zum anderen liest man hier und dort, dass es lediglich ein bisschen "schlechte Sicht" hätte aber sonst keine schlimmeren Einschränkungen gäbe. Ich würde gerne einschätzen ob nun (a) erstere übertreiben, oder (b) letztere schlicht aus der Touri-Branche kommen und versuchen das Problem klein zu reden.

Gibt es denn hier niemanden der Erfahrungen mit dieser Zeit hat und seine Einschätzung schildern möchte?
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Re: Chiang Mai im März trotz Smog - was tun und was nicht?

Beitragvon Labadia » 25.11.2015, 12:46

Rookie hat geschrieben:Mir scheint das alles irgendwie merkwürdig: Zum einen findet man Leute, die berichten, dass es kaum auszuhalten sei. Zum anderen liest man hier und dort, dass es lediglich ein bisschen "schlechte Sicht" hätte aber sonst keine schlimmeren Einschränkungen gäbe. Ich würde gerne einschätzen ob nun (a) erstere übertreiben, oder (b) letztere schlicht aus der Touri-Branche kommen und versuchen das Problem klein zu reden.


Das lag dann sehr daran wie Wetter und Windrichtung eben zu dieser Zeit waren. Reicht von fast nix bis Luftverschmutzung wie in Shenyang. Kannst Glück haben oder auch pech.
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Re: Chiang Mai im März trotz Smog - was tun und was nicht?

Beitragvon Stefan » 25.11.2015, 17:30

Hallo Rookie,

vielleicht kann ich dir ein wenig helfen. Letztes Jahr war ich im März in Mae Sai, der nördlichsten Stadt Thailands (Provinz Chiang Rai). Dabei habe ich sehr genau die Lage beobachtet, weil ich echt Schiss hatte vor dem Smog. Es wurden in den Medien immer wieder die Hochstände für Chiang Mai und Chiang Rai durchgegeben. Meine Beobachtungen waren folgende:

Es gab mega-ätzende Tage, an denen die Sicht runter ging auf 500 Meter.
Nach 2 schweren Regenfällen war die Luft für 3 Tage ganz klar. Das war genau an den Tagen, an denen der Golden-Triangle-Triathlon stattfand ;-)
Es gab Tage, an denen es schlimm war und Tage, an denen es weniger schlimm war. Eben abhängig von Regen und Wind.
Es gab Unterschiede zwischen CM und CR, die aber nicht wirklich groß waren.

Labadia hat also vollkommen Recht. Es hängt von der aktuellen Tagessituation ab, die manchmal besser und manchmal schlechter sein kann. Ich fahre viel Fahrrad. Das habe ich an den schlechten Tagen sein lassen. Die Fernsicht ist im März meines Wissens nie besonders. Die ist übrigens im November am besten. Um die Planung für dich noch komplizierter zu machen: die Brandrodungen fangen nicht an einem bestimmten, verabredeten Tag an. Du könntest also Glück haben und es ist noch gar nicht so schlimm ;-)
Ich glaube also smile hat Recht, lass es auf dich zukommen und entscheide spontan, was du unternimmst. Es gibt noch genug schöne Plätze zu sehen und schöne Momente zu erleben. Z.B. gibt es in Chiang Dao eine berühmte Höhle. Da brauchst du keine Fernsicht ;-) Den Mae Fah Luang Garden bei Mae Sai oder das sehenswerte Opium-Museum beim Golden Triangle kannst du auch bei Smog besichtigen. Der White Temple glänzt auch im Nebel.

Ich hoffe, das hilft dir weiter.
Viele Grüße aus Mae Sai
Stefan

PS: Übrigens, wenn smile meint die Thailänder könnten es regnen lassen, dann meint er keine Schamanen oder ähnliches, sondern die königlichen Regenmacher, die Silberjodid (oder so ähnlich) auf Wolken versprühen, was diese dazu veranlasst, das gebunde Wasser in Form von Regen abzugeben ;-)

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Re: Chiang Mai im März trotz Smog - was tun und was nicht?

Beitragvon schõppi » 25.11.2015, 20:53

Stefan hat geschrieben:PS: Übrigens, wenn smile meint die Thailänder könnten es regnen lassen, dann meint er keine Schamanen oder ähnliches, sondern die königlichen Regenmacher, die Silberjodid (oder so ähnlich) auf Wolken versprühen, was diese dazu veranlasst, das gebunde Wasser in Form von Regen abzugeben ;-)

Hehe, ein Physiker bzw. Chemiker.

So ganz stimmt das nicht. Silberjodid wird im Himmel versprüht, daran bilden sich Kondensationskeime, aus denen erst die Regenwolken entstehen, welche ab einer bestimmten Größe abregnen. Machen die Russen schon seit den 50ern so, um zur Militärparade am Tag des Sieges über den Hitlerfaschismus einen blauen Himmel zu haben. Wer hat's erfunden? In Thailand selbstverständlich....ach nee, ich halte lieber die Klappe.
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Re: Chiang Mai im März trotz Smog - was tun und was nicht?

Beitragvon Stefan » 09.12.2015, 11:51

Geil! Danke Schöppi, hab wieder was dazu gelernt.
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Re: Chiang Mai im März trotz Smog - was tun und was nicht?

Beitragvon chriwi » 09.12.2015, 15:41

Ich war heuer ab Mitte März in Chiang Mai, Tha Ton, Chiang Rai, Chiang Saen... und von dort bin ich dem Mekong gefolgt. Vom Himmel regnete es verbrannte Blätter, ich hatte bis Zentrallaos durchgehend sehr schlechte Sicht und diesen Mief nach Verbranntem in der Nase. Bis auf ein einziges Mal, wo es nachts geregnet hat. Plötzlich hab ich die umliegenden Berge gesehen. Bergwanderungen würde ich unterlassen, wenn ich keine Berge sehe. Von der gesundheitlichen Belastung mal ganz abgesehen.
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Am Mae Nam Kok zwischen Tha Ton und Chiang Rai
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Re: Chiang Mai im März trotz Smog - was tun und was nicht?

Beitragvon smile » 21.01.2016, 10:44

Die Bangkok Post berichtet das es schon wieder los geht mit der Abfackelei. In Lamphan liegt die Konzentration der Rauchpartikelteile schon über dem Genzwert.
Die Forstbehörde und freiwillige Helfer konnten einige Brände unter Kontrolle bringen, aber es wird weiter gezündet und einige Brände sind nicht unter Kontrolle und weiten sich aus.

Erstaunlich, dies bedeutet ja das es auf thailändischer Seite brennt. Und nicht wie sonst immer behauptet in Laos und Myanmar.

http://www.bangkokpost.com/media/content/20160121/c1_834344.jpg
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Re: Chiang Mai im März trotz Smog - was tun und was nicht?

Beitragvon chriwi » 21.01.2016, 11:24

"Thailand only little, Lao many, many!", hat man mir mal erklärt. Auf thailändischer Seite. ;-)
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Re: Chiang Mai im März trotz Smog - was tun und was nicht?

Beitragvon smile » 21.01.2016, 11:54

Langfristig kann sich das übel auf den Tourismus im Norden auswirken.
Februar/März wird ja überall als idealer Reisemonat angepriesen. Wenn da die ersten Pauschalreisenden klagen, weil der Urlaub versaut war und sie NICHT informiert waren, dann ein Richter gut entscheiden, das es sich nicht um höhere Gewalt handelt, kehr ja jedes Jahr wieder. Dann wird es teuer und jeder Veranstalter wird das fix als Warnung in die Kataloge aufnehmen und andere europäische Veranstalter werden sich anschließen.

Sonst kann sich die thail. Polizei bei "kleinen" Leuten immer gut durchsetzen, in dem Fall nicht.

Aber da müssen wir im eigenen Hof kehren, hat ja hier auch Jahre gedauert bis die Unsitte komplett eingestellt wurde.
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Re: Chiang Mai im März trotz Smog - was tun und was nicht?

Beitragvon Rookie » 21.01.2016, 18:31

Ich habe zwischenzeitlich ein Video zum Thema gefunden, das scheinbar von einigen engagierten und besorgen Wissenschaftlern an der Chaing Mai University gemacht wurde - grötenteils mit englischen Untertitel.

https://www.youtube.com/watch?v=Dn4bMtAiUts&feature=youtu.be

Einige Leute scheinen also durchaus ein Bewusstsein zu entwickeln. Das dies in naher Zukunft bei den Bauern ankommt wird aber auch hier bezweifelt...
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Re: Chiang Mai im März trotz Smog - was tun und was nicht?

Beitragvon Ute60 » 23.01.2016, 05:36

Hallo,

das ist ein Waldbrannt bei Lampang der da gerade die Luft belastet. Nichts mit abbrennen der Reisfelder. Hier haben viele kapiert das man mit Reisstroh auch noch Geld verdienen kann. Hatte mich schon immer gewundert was man hier als Einstreu für die vielen Pferde benutzt, also jetzt wohl auch Reisstroh.

LG Ute
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Re: Chiang Mai im März trotz Smog - was tun und was nicht?

Beitragvon Rookie » 11.02.2016, 17:36

So, ich bin es mal wieder mit der Bitte um Tipps!

Ich bin nun also im März für 6 Tage in Chiang Mai... Rauchschwaden hin oder her.

Nun würde ich mich noch für ein paar gute "Programmvorschläge" und Tipps freuen (Klar sind bereits Elephant Nature Park, Nachtmarkt Sonntags, Tempel und Co. in der Altstadt; Ersteres werde ich im vorraus buchen, denn es scheint als seien die Touren hier immer 1-2 Wochen im voraus "ausgebucht")

Bleiben einige Dinge bzgl. des restlichen Programms:

Zunächst mal bzgl. der Klassiker - Wie erreicht man am Besten Doi Suthep sowie Wat that doi kham (Golden Mountain)? Macht man da eine Tour mit oder kann man gut im Taxt selbst hinfahren?

Da wir aber durchaus ein paar Tage haben, wäre eine oder ggf. auch zwei Touren ins Umland denkbar - wer kann etwas empfehlen und bei welchem Anbieter? Wer hat z.B. Erfahrungen mit folgenden Zielen:
- White Temple (wird oft als Tour in Verbindung mit goldenem Dreieck oder mit "Black House" angeboten, was davon lohnt mehr)?
- Doi Inhanton (anscheinend höchster Berg Thailands?)
- Irgendwelche Hilltribes (und wenn welche? Gibt es da wirklich was zu sehen?)
- Weitere gute Ideen/Angebote?
Zudem: Wegen der angesprochenen Smog-Thematik würden wir gerne etwas felxibel bleiben. Kann man die o.g. Touren kurzfristig buchen oder geht dies nur Tage/Wochen im voraus?

Vielen Dank!

Gruß Rookie
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Re: Chiang Mai im März trotz Smog - was tun und was nicht?

Beitragvon chriwi » 11.02.2016, 21:34

Rookie hat geschrieben:Zunächst mal bzgl. der Klassiker - Wie erreicht man am Besten Doi Suthep
Mit dem Moped. Um 5 Uhr aufstehen, am leeren Busparkplatz parken und zum Sonnenaufgang mit den Mönchen alleine sein. Danach eine Khao Soi in einem der kleinen Restaurants. Unbezahlbar!
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