Thailand Oktober 2013 (ja, es ist wieder ausführlich)

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Thailand Oktober 2013 (ja, es ist wieder ausführlich)

Beitragvon Predator_Jo » 15.07.2014, 12:25

Hallo zusammen,

nach etlichen langen Tagen bin ich nun endlich fertig mit dem letztjährigen Reisebericht...

Wenn Bedarf besteht würde ich ihn auch dieses Jahr gern wieder teilen. Ich will euch aber nicht langweilen, deswegen warte ich nach dem ersten Tag die Reaktionen einfach ab.

Ein paar Einschränkungen gibt es auch dieses Mal:

Erstens: Ich bin kein Literatur Nobelpreisträger, soll heißen es nicht mit einem literarischen Feuerwerk zu rechnen. Ich bitte darum die kleinen sprachlichen Unzulänglichkeiten zu ignorieren.
Zweitens: Wir waren mit Freunden unterwegs, um deren Privatsphäre zu schützen ersetzte ich die Namen eben immer mit "unsere Freunde", daraus ergeben sich natürlich ab und zu komische Satzkonstruktionen.
Drittens: Einiges des ursprünglichen Berichtes ist sicher nicht für das Internet gedacht, weswegen es hier und da zu Lücken kommen kann.
Viertens: Der eigentliche Bericht ist für mich geschrieben, was bedeutet dass auch persönliche Meinungen vertreten werden. Bitte nicht alles in die Goldwaage werfen...
Fünftens: Der nachvollziehbaren Bitte nach noch mehr Bildern kann ich nur bedingt nachkommen, hauptsächlich wegen zweitens. Sorry dafür aber ich versuche mein Bestes.
Sechtens: Norma ist meine Partnerin (nur zum besseren Verständnis).

Denen, die mit diesen Einschränkungen leben können wünsche ich nun viel Spaß.

Anreise (Tag 1)

Viel zu erzählen gibt es eigentlich nicht, oder doch? Das Schöne am Fliegen mit Emirates sind die kostenlosen Rail &Fly Tickets mit denen man ganz bequem per Zug zum Flughafen reisen kann. Unser Trip startete also ganz gemütlich, natürlich mit einer leckeren Flasche Prosecco im Gepäck. Diese Flasche wurde dann auch ziemlich schnell leer, denn die Fahrt dauerte doch eine ganze Weile. Umzusteigen hatten wir zwischendurch auch ein paar Mal, was die Laune aber nicht drücken konnte. Nach knapp vier Stunden erreichten wir den Münchner Flughafen mit genügend Puffer um noch ein wenig umherzuschlendern und eine letzte “deftige “ Mahlzeit bei McDonalds zu uns zu nehmen.
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Das Fliegen mit dem A380 macht schon Spaß. Auch wenn es letztlich ein Flugzeug wie alle anderen ist, aber die Monitore sind halt doch etwas größer, das Entertainment Angebot reichhaltiger und das Flugzeug so schön leise. Der Flug bis Dubai verlief ohne Probleme und der Anflug über den Wüstenstaat sieht immer sehr spektakulär aus. Ich frage mich nur warum man die Highways bis weit ins Niemandsland hinaus taghell erleuchten muss.
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Auch nicht ganz sicher bin ich mir wozu diese Straßen dienen, denn die enden einfach irgendwann mitten im Nichts und links und rechts davon gibt es auch so gut wie nichts. Ich meine wenn da saftiges Grün an sanft geschwungenen Hängen zu finden wäre könnte man sich ja noch vorstellen, dass da früher oder später einmal Siedlungen oder ähnliches entstehen könnten, aber mitten in der Wüste? Ich weiß nicht... Na ja, Hauptsache beleuchtet...
Wie auch immer am Flughafen Dubai selbst landeten wir am neuen Terminal welcher mit einer hochmodernen Bahn mit dem älteren Teil des Flughafens verbunden ist. Weiterhin haben die eine riesige Aufzugbatterie da hingeklotzt, so mit Wasserfällen und allem PiPaPo. Nett aber total sinnlos. In einer Bar nahe des Abfluggates gab es für mich ein erstes Singha für nicht wenig Geld und einen Statusupdate an unsere Freunde, die ja schon in Bangkok waren.
Der Anschlussflug bis Bangkok ging problemlos über die Bühne und endlich konnten wir wieder den typischen Geruch wahrnehmen, der einem so mollig warm einfängt wenn man das Flughafengebäude verlässt. Unser Plan sah bis hierhin vor uns eine einfache Unterkunft in der Khao San Road zu suchen. Das hatte mehrere Grüne, erstens wäre es direkt da wo wir eh abends sein würden, zweitens sind die Guesthäuser doch etwas billiger für die eine Nacht, und drittens wollten wir das Flair einmal erleben.
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Wir steuerten also per Taxi die Khao San Road an und dackelten mit unserem kompletten Gepäck bis zum Greenhouse. Schon ein komisches Gefühl, normalerweise sitzen wir immer in einem der Lokalitäten und begafften die vorbei ziehenden “Rucksacktouristen “. Nach einem ersten Drink machten wir uns auf die Suche, welche recht schnell beendet war, denn schon das zweite Zimmer in einem der nahen Guesthäuser sah auf den ersten Blick OK aus und wir schlugen zu. Im Nachhinein hätten wir vielleicht doch mehr recherchieren sollen, nicht dass das Zimmer schlecht war, aber wir entdeckten später deutlich besseres. Für eine Nacht vollkommen OK.
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Wir hatten uns natürlich nach der Ankunft mit unseren Freunden in Verbindung gesetzt und erfuhren, dass sie momentan irgendwo in der Sukhumvit unterwegs waren. Das passte uns ganz gut, immerhin brauchte ich neue T-Shirts, wozu ich wieder ins MBK wollte. Wir verabredeten uns und da wir Bangkok dieses Jahr nur sehr kurz sehen würden beschlossen wir uns unsere Smogdröhnung dieses Jahr zu gönnen und fuhren per TukTuk zum MBK.
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Wenn wir ehrlich sind hätten wir uns lieber für ein Taxi entscheiden sollen, denn wir standen mehr im Stau als alles andere und so bekamen wir eine größere Dosis von Bangkoks guter Luft als gedacht. Und ja, wir waren selbstverständlich im Berufsverkehr unterwegs. Im MBK selbst trafen wir uns mit unseren Freunden nach einem kurzen Telefonat wieder erwarten sehr schnell und unter überschwänglicher Wiedersehensfreude begann unser gemeinsamer Urlaub. Ich, und auch mein Freund, fanden anschließend sogar ein paar nette Shirts im Getümmel des Ramsch-Areals.
Nach diesem Shoppingerlebnis machte sich nicht unerwartet Hunger breit und wir beschlossen mit der Skytrain zwei Stationen bis zur Ratchathewi Station zu fahren und eines der Restaurants dort zu probieren. Leider mussten wir feststellen, dass vieles noch zu hatte und so landeten wir in dem Seefood Restaurant gleich an der Straße. Wir speisten vorzüglich mit allerlei Köstlichkeiten, nur unsere Freundin konnte nicht widerstehen und bestellte sich eine große Portion Austern, was sie die Tage danach noch bereute.
Uns gelüstete es nach etwas Abwechslung und so verließen wir das Restaurant, nur um festzustellen das es draußen wie aus Eimern kübelte. Kurz links und rechts geschaut... Aha, da brennt Licht in der Bar, also nichts wie hin. Ich versuchte den Weg abzukürzen und lief über einen vermeintlich sicheren Platz, der sich als etwa knöcheltiefer Tümpel herausstellte... Mist, na ja zumindest war das Wasser warm. In der Bar gab es nur einen Drink, bis der Regen aufhörte und wir fuhren Richtung Khao San Road. Allerdings gingen wir dann doch in eine Bar etwas abseits der Khao San, aber dafür direkt gegenüber von unseren Freunden‘s Hotel. Ich fand die Bar nicht schlecht, gehörte anscheinend auch nem Deutschen und wie mir schien entwickelt sich in dieser Ecke gerade eine Art Khao San Alternative.

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Ein sehr junges und vornehmlich Farrang geprägtes Publikum trieb sich in dieser Bar rum. Ich glaube an gewissen Abenden gibt es sogar Live Musik. Also alles cool... Na ja fast, denn wenn wir das gewusst hätten, dann hätten wir ein Guesthouse hier irgendwo um die Ecke gebucht, so mussten wir wieder zurück zur Khao San laufen. Wie auch immer ich fühlte mich schon wieder richtig wohl, ich hatte Urlaub und von daher konnte mich nichts aus der Ruhe bringen. Ein toller Start in den Urlaub.

...
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Re: Thailand Oktober 2013 (ja, es ist wieder ausführlich)

Beitragvon Predator_Jo » 15.07.2014, 12:31

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Wir tun es tatsächlich (Tag 2)

Nach insgesamt drei Versuchen den Norden Thailands zu bereisen, wollten wir uns dieses Mal auf keinen Fall stoppen lassen. Der Plan sah an diesem Tag vor einen Mietwagen zu nehmen und dann ohne konkretes Ziel Richtung Norden zu fahren. Leider hatten wir nur begrenzt Zeit, denn unsere Freunde wollten verständlicherweise von ihren zwei Wochen Urlaub auch noch ein paar erholsame Tage am Strand haben. Am Vortag äußerten unsere Freunde noch Zweifel, ob denn der Plan so gut sei, der Barkeeper riet ihnen dringend von dem Vorhaben ab, als sie ihm davon erzählten. Zu gefährlich, schlechte Straßen und überhaupt... Die unsere Freunde stuften diese Informationen als zuverlässig ein, schließlich war dieser Mensch ja schon 15 Jahre in Thailand. Wir überzeugten unsere Freunde dann aber doch sich auf dieses Abenteuer einzulassen und verabredeten uns am heutigen Tag dazu es endlich anzugehen.
Treffen zum Frühstück in der Bar vom letzten Abend, was bedeutete mit dem kompletten Gepäck dorthin laufen.

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Leider mussten wir von unserem schönen Platz an der Straße nach drinnen umziehen, denn ich saß mitten in einem Moskitonest. Das Essen schmeckte sehr gut, man merkt halt doch die Deutsche Hand. Unser Freund hatte versucht über das Hotel ein Großraumtaxi zu besorgen, immerhin galt es vier Erwachsene mit ihrem Gepäck zum alten Bangkoker Flughafen Don Muang zu bringen. Wie so oft in Thailand klappte das nur suboptimal, und wir warteten fast eine volle Stunde bis endlich ein passendes Taxi vor der Tür stand.
Am Flughafen selbst buchten wir nach einigem hin und her einen Wagen bei Avis und nahmen unseren Honda CR-V direkt vor der Tür entgegen.
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Selbstverständlich mit Navi, ohne welches wir auch dieses Mal wahrscheinlich komplett aufgeschmissen gewesen wären. Die erste Stunde fuhren wir Richtung Norden ohne eine Veränderung der Landschaft feststellen zu können. Es ist schon Wahnsinn wie weit sich der Großraum Bangkok erstreckt. Irgendwann erfasste uns der erste Hunger und wir hielten an einer der vielen “Raststätten “ an um eine Kleinigkeit zu uns zu nehmen. Natürlich verstand man hier kein Wort Englisch, aber mit dem bewährten zeigen auf die gewünschten Zutaten funktionierte das wieder extrem gut.
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Es bestellten sich alle eine unverfängliche Glasnudelsuppe, nur unsere Freundin trieb es mit einem Papayasalat wieder auf die Spitze. Damit gab sie sich dann nach den Austern vom Vortag den Rest, wie sich noch zeigen sollte.
Die Fahrt führte uns nun doch in ländlichere Gegenden und zum späten Nachmittag erreichten wir unser erstes Ziel, Phra Phutthabat.
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Hier sollte sich laut Reiseführer ein netter Tempel befinden mit einem Buddha-Fußabdruck. Mit Hilfe des Navis fanden wir den Tempel ohne Probleme und begannen umgehend mit der Besichtigung.
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Der Tempel gefiel mir außerordentlich gut, denn einige Teile waren derart gebaut, dass man dachte sie seien aus dem Felsen gewachsen. Überall konnte man liebevoll angelegte Grünflächen betrachten. Außerdem standen massenweise Topfpflanzen rum, man kam sich vor wie in einer Gärtnerei. Der im Haupttempel befindliche Fußabdruck selbst beeindruckte wenig, auch wenn die Ausstattung des Tempels natürlich Thailandtypisch pompös ausartete.
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Re: Thailand Oktober 2013 (ja, es ist wieder ausführlich)

Beitragvon Predator_Jo » 15.07.2014, 12:32

Besonders bleibt mir der Buddha in Erinnerung, welchen man komplett mit Kristallen überzogen hatte, cool...
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Nach einer Weile hatten wir genug und bestiegen wieder das Auto um dem nächsten Highlight entgegen zu rasen. Laut Reiseführer gab es nicht weit eine Höhle, aus der gegen 18 Uhr tausende von Fledermäusen herausfliegen. Dieses Schauspiel wollten wir uns nicht entgehen lassen, auch wenn es zeitlich ziemlich knapp werden sollte. Den am Fuße des Berges gelegene Tempel, welcher uns als Referenz für das Navi diente zu finden gestaltete sich dieses Mal nicht so einfach, aber das nicht enden wollende schwarze Band aus Fledermäusen, welches sich am Himmel entlang zog zeigte uns zuverlässig den Weg.
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Ich bin mir fast sicher, dass man auch irgendwie zu dem Höhlenausgang im Berg gelangen kann, aber in Anbetracht der fortgeschrittenen Zeit brachen wir die Suche nach dem Weg recht schnell ab. Stattdessen besichtigten wir den Tempel und bestaunten die Fledermäuse aus der Ferne. Auch so beeindruckte die schiere Masse an Tieren welche in einem ununterbrochenen schwarzen Band in die Dämmerung flogen.
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Da der Tempel nicht sonderlich beeindruckte und die Fledermäuse auf Dauer auch nicht allzu viel Action boten, brachen wir wieder auf zu unserem heutigen Tagesziel, Nakhon Savan.
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Wie üblich suchten wir im Reiseführer ein passendes Hotel und steuerten selbiges direkt an, wobei es uns jetzt nicht unbedingt vom Hocker riss, aber nun waren wir ja einmal da. Wir buchten zwei Zimmer, stellten die Taschen ab und machten uns auf um das Nachtleben der Stadt zu erkunden. Der Reiseführer sprach von Restaurants und Bars entlang einer Straße, welche den zentralen Park umrundete. Dort angekommen mussten wir allerdings feststellen, dass der Reiseführer hier irrte, denn irgendwie fanden wir nichts Entsprechendes. Vielleicht wäre auf der anderen Seite des Parks mehr los gewesen, aber soweit wollten wir nicht laufen und so beschlossen wir umzudrehen und uns anderweitig umzusehen. Nach einer Weile entdeckten wir tatsächlich noch eine ansprechende Bar, in welcher es sogar Live Musik gab.
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Allem Anschein nach sind Touristen wie wir hier eher eine Ausnahmeentscheidung, denn wir wurden zu allen Gelegenheiten von den anwesenden Gästen merkwürdig angeschaut. Die Bedienung hatte auch viel Spaß mit uns, denn eine englische Karte gab es nicht. Wie immer behalfen wir uns mit Gesten und dem zeigen auf die Gerichte der anderen Gäste. Eine der Bedienung hatte zudem noch irgendwelche krassen Kontaktlinsen, sah irgendwie unheimlich aus. Das Essen, das dann tatsächlich kam schmeckte zwar sehr gut, aber die Konsistenz einiger Speisen spiegelte nicht unbedingt europäische Standards wieder. Egal, wir bestellten fleißig, auch eine Flasche Whisky, um es den Thais gleich zu tun. Allerdings verdünnten wir den Stoff nicht mit Soda, sondern tranken das Zeug pur, wodurch uns wieder einige unverständliche Blicke trafen.
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Wir trugen allgemein zur Unterhaltung in der Bar bei, ob die Tischnachbarn nun tatsächlich Fotos von unserer Freundins Rücken gemacht haben um diese Bilder direkt bei Facebook zu teilen wissen wir nicht genau, aber es war ein denkwürdiger Abend. Leider mussten unsere Freunde die Szenerie schon etwas früher verlassen, sie hatten immer noch mit den Nachwehen verschiedener Mahlzeiten zu kämpfen (die Details, welche uns am nächsten Morgen geschildert wurden erspare ich mir hier). Norma und ich blieben noch eine Weile und der Whisky beamte mich derart weg, dass ich allein den Weg ins Hotel niemals gefunden hätte. Norma konnte sich entgegen ihrer normalen Art aber noch erinnern und wir wären sicher wohlbehalten im Hotel angekommen. Auf halben Weg fiel mir aber auf, dass ich die Kamera in der Bar vergessen hatte, weswegen ich natürlich zurück musste. Glücklicherweise hatten die Angestellten die Kamera bereits sichergestellt und gaben sie mir direkt bei meinem Eintreffen. Unglücklicherweise hatte ich aber nun das Problem, Norma nicht mehr dabei zu haben, um mir den Weg zu weisen. Ich muss eine ganze Zeit lang ziemlich planlos durch die Stadt geirrt sein, bevor sich mein Verstand wieder einschaltete und ich den Weg zurück ins Hotel fand. Wieder einmal zeigt sich: Auf mein Notfallprogramm ist letztlich doch verlass.
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Re: Thailand Oktober 2013 (ja, es ist wieder ausführlich)

Beitragvon schaefer1402 » 15.07.2014, 13:35

:drinker :drinker


:klatsch weiter schreiben
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Re: Thailand Oktober 2013 (ja, es ist wieder ausführlich)

Beitragvon PeterH » 15.07.2014, 17:34

das schreit nach mehr ......... :chang:
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Re: Thailand Oktober 2013 (ja, es ist wieder ausführlich)

Beitragvon Roland » 15.07.2014, 17:46

Den Rest willst du uns doch nicht etwa vorenthalten.
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Re: Thailand Oktober 2013 (ja, es ist wieder ausführlich)

Beitragvon Jenny » 15.07.2014, 18:05

Das macht Lust auf mehr.....bitte schreib weiter. :klatsch

LG
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Re: Thailand Oktober 2013 (ja, es ist wieder ausführlich)

Beitragvon Predator_Jo » 16.07.2014, 08:42

Also gut, ich wollte mich nur etwas bitten lassen...

Neue Scheibenwischer braucht das Land (Tag 3)

Am nächsten Morgen trafen wir uns unten im Hotel zum Frühstück, wobei ich noch nicht wirklich etwas zu mir nehmen wollte. Hier wurde während der Gespräche auch schnell klar, dass das Hotel eher nichts für uns gewesen ist, wir würden es nicht noch einmal
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besuchen, wobei viele Alternativen gab es vor Ort nicht. Die eine Nacht sollte uns schon nicht umbringen, und wenn man den kompletten weiteren Urlaub betrachtet hatten wir ansonsten ausnahmslos Glück mit den Unterkünften.
Der erste Anlaufpunkt des heutigen Tages, die Prachulamanee Pagode, befand sich unweit von Nakhon Savan auf einem Berg. Ich glaube man hätte ihn natürlich auch zu
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Fuß besteigen können, aber wer tut das in brütender Mittagshitze schon. Auch wenn das Auto für sein Eigengewicht, die Zuladung und den Anstieg ein wenig untermotorisierst zu Werke ging, erreichten wir doch zuverlässig den Gipfel des Berges mit der sich darauf befindlichen Tempelanlage. Man könnte nun behaupten wer einen Tempel gesehen hat kennt alle Tempel in Thailand, dieser jedoch hob sich allein schon durch seine Lage von vielen anderen ab. Besteigt man die flache Treppe in die Hauptpagode erwartet einen ein grandioser Blick über das Land,
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welches sich topfeben zu Füssen des Berges erstreckt. Eigentlich hatte ich eher hügeliges Gelände erwartet, und so überraschte mich dieser Anblick doch. Natürlich hatten die Thais ganz typisch überall wo es möglich gewesen ist großzügig Goldfarbe verteilt welche in der grellen Sonne funkelte. Das Innere des Tempels wurde vor allem von der große Kuppel dominiert, welche herrlich bunte Buddhistische Motiven zierten.
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Als wir alles gesehen hatten brachen wir weiter in Richtung unseres heutigen Tagesziels, Sukhothai, auf. Schon am Vortag hatte ich festgestellt, dass sich die Scheibenwischer in einem desaströsem Zustand befanden. Es regnete zwar nicht, aber die Scheibenreinigung funktionierte überhaupt nicht, die Wischer schmierten so, dass man kurzeitig blind fahren musste. Da wir uns aber mitten in der Regenzeit befanden hatte ich natürlich ein extrem ungutes Gefühl und wir beschlossen in dem Industriegebiet an welchem wir gerade vorbeifuhren in einen Satz neue Wischer zu investieren. Die zuerst angesteuerte Werkstatt konnte uns nicht helfen, vermutlich aber auch nur, weil sie diese speziellen windschnittigen Wischer nicht da hatten und nicht wussten, dass wir uns mit allem zufrieden gegeben hätten. Wie auch immer, wir versuchten unser Glück im Tesco nebenan und wurden natürlich fündig. Die Länge hatten wir zwar zuerst mal falsch geschätzt, man konnte die Wischer aber wie in jedem Baumarkt in Deutschland einfach in die passende Länge umtauschen. (Versuch das mal mitten auf dem Land ohne Thaikenntnisse...)
Als letzte Station am heutigen Tag pries uns der Reiseführer den Khlong Lan Wasserfall an, welchen wir natürlich besuchen wollten. Gefunden haben
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Re: Thailand Oktober 2013 (ja, es ist wieder ausführlich)

Beitragvon Predator_Jo » 16.07.2014, 08:43

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wir den Wasserfall dank Navi ganz einfach. Wie immer bei solch abgelegenen Attraktionen fanden nicht viele andere den Weg hierher. Nur irgendeine Gruppe von Thais, die anscheinend zu Werbezwecken mit einem großen Teddybären vor der Kulisse posierten. Wir kennen ja nun schon einige Wasserfälle und dieser gehört definitiv zu den Attraktivsten. Eine beachtliche Menge an Wasser donnerte aus zwanzig oder dreißig Metern Höhe auf die Felsen.
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Es entstand dadurch ein lautes Rauschen, welches eine Unterhaltung unmöglich machte. Zusätzlich wurde die gesamte nähere Umgebung des Wasserfalls in einen dichten Sprühnebel gehüllt, der alles durchnässte. Davon wurden natürlich auch die Kameras nicht verschont, so dass nur wenige Fotos aus der Nähe möglich waren.
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Leider führte der Fall derart viel Wasser, dass es keine Möglichkeit gab irgendwo direkt an dessen Fuße baden zu gehen. Der Nebel kam aber einem Bad gleich...
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Nach dieser Erfrischung fuhren wir nach Sukhothai und nach ca. einer Stunde Fahrt erreichten wir das von uns ausgewählte Ressort. Wieder einmal mit Hilfe des Reiseführers entdeckten wir das Orchid Ressort, welches uns auf Anhieb zusagte. Wir bekamen einen Spezialpreis für den Familienbungalow und mussten nicht zweimal überlegen, selbigen zu nehmen. Nach dem Bezug des Bungalows und einem kurzen “lass mal etwas runter fahren“ erkundeten wir die Stadt um ein angemessenes Restaurant zum Abendessen zu finden. Wir folgten unseren fast schon untrüglichen Instinkten in eine urig aussehende Bar mit Terrasse im ersten Stock.
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Leider mussten wir aufgrund des Andrangs mit einem Platz innen Vorlieb nehmen, gern hätten wir auf der Terrasse gesessen. Wie immer bestellten wir allerlei Leckereien von der Karte und genossen selbige ausgelassen. Gleich als wir die Bar betraten fiel uns die Livemusik auf, was wir natürlich sehr begrüßten, allerdings nervte der Typ nach einer Weile gewaltig. Die einzelnen Lieder zogen sich endlos in die Länge und wirklich singen konnte der gute Mann auch nicht.
Um dieser Tortur zu entkommen beschlossen wir daher kurzerhand einem Tipp aus dem Reiseführer zu folgen und den Inn-Treffpunkt in Sukhothai zu suchen, das Dream Cafe. Anscheinend hatten aber alle anderen den Reiseführer nicht gelesen, denn wir waren fast die einzigen Gäste. Ich fand das ziemlich unverständlich, denn die Bar glänzte mit einer urigen Ausstattung und zusammen mit der coolen Wand-Deko versprühte sie ein sehr gemütliches Ambiente.
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Wir vergnügten uns also mehr oder weniger selbst bei ein paar Getränken und einigen Snacks. Irgendwann merkten wir die Strapazen des Tages und beschlossen zurück ins Ressort zu gehen wo wir noch eine Weile gemütlich zusammensaßen und uns nach und nach ins Bett verabschiedeten.
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Re: Thailand Oktober 2013 (ja, es ist wieder ausführlich)

Beitragvon Predator_Jo » 16.07.2014, 08:44

Das ist einfach zu weit und zu heiß (Tag 4)
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Nach dem oberleckeren Frühstück im Ressort brachen wir umgehend auf eines der Highlights auf dieser Tour zu besichtigen. Die Ruinen der alten Hauptstadt Thailands, Sukhothai. Umgehend bedeutet bei uns, dass es genau 12 Uhr war und von Regenzeit keine Spur, denn die Sonne brannte erbarmungslos vom Himmel. Ganz typisch Deutsch stellten wir unser Auto auf dem Parkplatz vor dem Ticketschalter ab, lösten die Tickets und liefen frohen Mutes los.
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Wir schafften es tatsächlich den ersten Tempel innerhalb des Areals zu besichtigen, bevor wir komplett durchnässt im Schatten eines großen Baumes beratschlugen was zu tun wäre. Die Beratschlagung dauerte nicht lange, denn wir sahen wie die Thais diese Ruinen besichtigen, beschlossen es ihnen gleich zu tun und das Auto zu holen. Schließlich erstreckte sich ein gut ausgebautes Straßennetz durch den gesamten historischen Park.
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Re: Thailand Oktober 2013 (ja, es ist wieder ausführlich)

Beitragvon Predator_Jo » 16.07.2014, 08:47

Nach und nach steuerten wir nun die verschiedenen Tempel an um selbige zu besichtigen.
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An dieser Stelle verfällt man normalerweise in Superlative, wie schön und beeindruckend doch alles gewesen ist. Ja, uns beeindruckte die Ruinenlandschaft auch sehr. Klar einige Tempel machten nicht viel her, andere faszinierten trotz ihres Zustands extrem, aber letztlich sind es einfach nur Ruinen, die sich zu allem Überfluss auch noch sehr ähneln. Ich glaube diese Anlage zu Zeiten zu sehen, als alles noch intakt war und genutzt wurde muss einen fast umgehauen haben. So aber ist man nach einer relativ kurzen Zeit voll mit ähnlichen Eindrücken und rast im wahrsten Sinne des Wortes durch die Anlage um alles anzuschauen aber man sieht nichts mehr... Vielleicht hätte uns ein guter Führer mehr “einfangen“ können.
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Aber worüber rede ich hier eigentlich? Das heutige Sukhothai ist eine Stadt in zentral Thailand, wie jede andere Stadt auch. Zu früheren Zeiten war es aber eine bedeutende Königsstadt mit einem entsprechenden Palast und natürlich den dazugehörigen Tempeln. Da es sich um eine Königsresidenz handelte waren die Dimensionen entsprechend groß. Die heutige Stadt liegt etwas außerhalb der alten Teile weswegen man auch von neuer und alter Stadt spricht. Die alte Stadt ist lange verfallen und wurde erst vor einiger Zeit soweit restauriert, dass man die Ruinen zur Besichtigung freigeben konnte. Nun präsentieren sich im so genannten Historical Park zahlreiche Tempelruinen umgeben von schön gepflegten Rasen.
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Re: Thailand Oktober 2013 (ja, es ist wieder ausführlich)

Beitragvon Predator_Jo » 16.07.2014, 08:47

Die Ruinen sind mal mehr mal weniger gut erhalten und bestehen allesamt aus dunklem Basaltstein oder roten Ziegeln. Die einzelnen Tempelanlagen sind auf dem gesamten Areal verteilt so dass man viel Zeit braucht um alles zu sehen. Wir hatten uns sogar einen Audioguide gemietet, allerdings konnte selbiger nicht unbedingt mit vielen Informationen glänzen, hätte man sich vielleicht auch sparen können.
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Irgendwann waren wir bis oben hin voll mit Eindrücken und beschlossen uns eine Lokalität zu suchen um unserer Lieblingsbeschäftigung dem Schlemmen nachzugehen. Unweit des Parks befanden sich einige Restaurants von denen wir das erstbeste wählten (die sahen alle mehr oder weniger gleich aus). Als wir die Grundbedürfnisse befriedigt hatten, stöberten wir noch etwas im Reiseführer und beschlossen einen weiteren Wasserfall zu besuchen, welcher sich in einem Nationalpark unweit von Sukhothai befinden sollte.
Die Fahrt dahin schien erst ganz einfach zu sein, allerdings standen wir urplötzlich vor einer Baustelle und reagierten Ur-Deutsch: Wir suchten uns einen anderen Weg... Es dauerte nicht lange und wir hatten das Navi beinahe zur Verzweiflung gebracht bis wir einen Weg gefunden hatten, der uns um die Baustelle führte. Im Nationalpark angekommen standen wir etwas ratlos auf einem menschenleeren Parkplatz, kein Wasserfall in Hör-, Sicht- oder Fühlweite. Die Ratlosigkeit lichtete sich, als wir ein Schild entdeckten, dass die Richtung angab, in die man zum Wasserfall zu laufen hatte. Die daneben angebrachte Karte eröffnete uns aber einen Fußmarsch von ca. einer Stunde. Wir überlegten nicht lange, denn auf eine Dschungeltour hatten wir keine Lust und außerdem war es dafür dann auch schon viel zu spät. Im Nachhinein stellten wir dann fest, dass diese Information auch im Reiseführer zu finden gewesen ist, wir sie nur übersehen hatten. Na ja egal, die Fahrt durch das ländliche Thailand hatte auch was.
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Wir lernten wie die Thais den überall angebauten Reis trocknen, nämlich derart, dass sie selbigen einfach mitten auf der Straße auf einer Plane ausbreiten. Abgesichert wird dieses Hindernis weithin sichtbar durch einen Zweig oder was sich sonst so grade fand einfach quer davor... Die Baustelle vom Hinweg umfuhren wir dieses Mal ganz frech nicht, sondern einfach mittendurch. Das schien auch völlig normal zu sein, denn keiner der Bauarbeiter oder sonstiger Anwesenden störte sich daran.
Abends wollten wir eigentlich ganz einfach nur was Essen gehen, aber auf dem Weg in die Stadt bemerkten wir einen Menschenauflauf...
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Ein Nachtmarkt!!! Perfekt! Links und rechts entlang der Straße standen hier ganz Thailandtypisch Stände mit allem möglichen Waren wie Essen, Computer, Kleidung, Krimskrams usw. Die halbe Stadt versammelte sich in dieser einen Straße und zum Teil herrschte großes Gedränge. Trotzdem schlenderten wir wie eigentlich immer über einen solchen Markt, man schaut interessiert, aber nicht so interessiert, dass man etwas kaufen könnte.
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Wir erreichten nach einiger Zeit das Ende und kehrten wieder um, was irgendwie die Abenteuerlust in uns entfachte. Plötzlich probierten wir viele der Köstlichkeiten, die dargeboten wurden, zum Beispiel süßen ausgebackenen Knoblauch, oder marinierte Schweinestückchen. Oberlecker!
Das eigentliche Abendessen nahmen wir wieder im selben Restaurant wie gestern zu uns (aber dieses Mal auf der Terrasse) und nach einem so anstrengendem Tag hörten wir alle den Ruf unserer Unterkunft, wo wir den Abend ganz gemütlich mit etwas mitgebrachtem Whisky ausklingen ließen.
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Re: Thailand Oktober 2013 (ja, es ist wieder ausführlich)

Beitragvon Predator_Jo » 16.07.2014, 09:00

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Tempelruinen, Japaner Besichtigungen und nervende Nachtmärkte (Tag 5)

Ich weiß es nicht genau, aber irgendwann hatten wir auf unserer Tour das Credo: “Zwei Tempel am Tag!“ ausgegeben und so begaben wir uns an diesem Morgen unter diesem Druck auf die letzte Etappe nach Chiang Mai.
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Zuerst wollten wir uns die Tempelruinen von Si Satchanalai anschauen, welche noch älter sein sollten als die von Sukhothai. Das Finden des Historical Parks (ja auch hier heißt das so) funktionierte dank Navi und guter Beschilderung wunderbar und dieses Mal waren wir klüger und kauften gleich ein Ticket inklusive Auto. Die Ruinen hier unterschieden sich letztlich wenig zu denen vom Vortag, zumindest für den Laien. Si Satchanalai war nicht ganz so groß, aber ebenso weitläufig. Alle Tempel verband eine kleine Straße, auf der man bequem mit dem Auto von Tempel zu Tempel fahren konnte.
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Der Andrang hielt sich weitestgehend in Grenzen, nur eine Reisegruppe beeinträchtigte unsere Besichtigungstour etwas. Generell schien die Anlage nicht so touristisch aufgearbeitet zu sein, denn zu einigen Tempeln gab es keinen richtigen Eingang, sondern einfache Trampelpfade über die Wiese. Wie auch schon in Sukhothai grasten wir recht schnell alle sehenswerten Tempelanlagen ab und so dauerte unser Besuch auch nicht ewig.
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Re: Thailand Oktober 2013 (ja, es ist wieder ausführlich)

Beitragvon Predator_Jo » 16.07.2014, 09:00

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Einzig der auf einer Anhöhe errichtete Chedi beeindruckte uns mit einer tollen Sicht und auch durch seine schiere Größe. Man mag uns mangelnde Begeisterung oder wenig kulturelles Verständnis vorwerfen, aber letztlich handelte es sich in unseren Augen wieder um alte Steine von denen wir schon eine ganze Menge gesehen hatten. Schön fanden wir unseren Besuch hier und die Anlagen trotzdem, ungern hätten wir dies verpasst.
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Was mich allerdings doch etwas verwunderte war die Tatsache, dass die Tempel vereinzelt immer noch religiös genutzt wurden. An manchen Stellen fand man Reste von Räucherstäbchen oder Kerzen, auch wurde der große Chedi mit einem gelben Stoff verziert. Es wunderte mich deshalb, weil tatsächlich kaum mehr als die Grundmauern standen und fast alle Buddhas zerstört waren. Es scheint also immer noch Leute zu geben, die an die spirituelle Kraft dieses Ortes glauben, trotz des Zustandes. Wenn ich so darüber nachdenke, müssen wir uns bei Gelegenheit tiefer mit der spirituellen Seite Thailands befassen, ich habe irgendwie das Gefühl einen wichtigen Teil zu verpassen...
Um unsere zwei Tempel am Tag zu schaffen suchten wir mittels Reiseführer einen weiteren interessant erscheinenden Tempel raus und fanden ihn auch recht schnell im Navi. Es zeigte sich nur ein kleines Problem, laut Reiseführer hätte der Tempel bis 17 Uhr auf, unser Navi meine Ankunft 17:01 Uhr... Also schnell losfahren und ohne anzuhalten schafften wir es tatsächlich einige Minuten rauszuholen und kurz vor 17 Uhr vor Ort zu sein. Verschiedene Reisegruppen kamen uns schon entgegen und wir schlüpften schnell noch durch den Eingang, geschafft!
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Re: Thailand Oktober 2013 (ja, es ist wieder ausführlich)

Beitragvon Predator_Jo » 16.07.2014, 09:02

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Der Reiseführer log nicht, als er den Tempel als sehr interessant beschrieb. Eine große offene Halle aus Teak, welche wundervoll bemalt eine goldene Chedi überdachte. Auch die anderen Objekte in der nicht sehr weitläufigen Anlage beeindruckten durch ihren tollen Zustand, ein extremer Kontrast zu den Ruinen zuvor. Wir wussten allerdings, dass wir sehr spät dran waren und so beeilten wir uns sehr mit der Besichtigung um noch ein paar schöne Fotos zu schießen. Schließlich wurden wir dann auch höflich nach draußen gebeten und direkt hinter uns viel die massive Holztür ins Schloss.
Nun fuhren wir endgültig nach Chiang Mai, auf das wir uns schon sehr freuten, sogar eine Unterkunft hatten wir uns bereits ausgeguckt und erfolgreich im Navi eingegeben.
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Alles ging sich erst auch sehr gut an, unsere Freundin zirkelte uns gekonnt durch den dichten Verkehr der Stadt, den wir so gar nicht mehr gewöhnt waren. Als dann die Abzweigung zu unserer Unterkunft anstand staunten wir nicht schlecht, als diese Straße komplett blockiert war von einem Nachtmarkt. Wir dachten uns noch nichts Böses und das Navi zeigt uns auch sogleich eine Alternativroute an. Es dauerte allerdings nicht lange und wir standen wieder vor einer Straßensperre, welche den Nachtmarkt von Autos frei hielt. Prima, also hier auch nicht... Das Navi fand dann auch noch eine weitere Alternativroute, allerdings hatten wir uns mittlerweile komplett in den kleinen Gassen der Stadt verfranzt, es ging kaum noch vor und zurück. Hier streikte unsere Freundin dann auch und übergab das Steuer in meine fähigen Hände. Ich probierte dann auch noch die dritte Alternativroute, aber auch ohne Erfolg. Wir hatten einfach keine Möglichkeit zu unserer Unterkunft zu gelangen. Tja, wir sind flexibel, den Reiseführer gezückt und schnell eine Ausweichdestination gesucht.
Letztlich landeten wir im Baan Hanibah Guesthouse, welches im Grunde genommen ein altes aber renoviertes Thai Teak Haus war.
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Wir hatten dabei noch ziemlich Glück, denn uns standen genau noch zwei Zimmer zur Verfügung. Leider konnten wir nur Zimmer im Erdgeschoss und nicht im netter aussehenden (weil alles aus Holz) oberen Stockwerk beziehen. Die Zimmer waren aber sehr schön, vor allem das Bad suchte seines Gleichen.
Am Abend stürzten wir uns natürlich in das Getümmel des Nachtmarktes, der uns den Weg zu unserem eigentlichen Hotel versperrte.
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Wir erfuhren zuvor, dass dieser Markt jeden Sonntag stattfindet und staunten daher nicht schlecht, wie viele Menschen sich hier tummelten. Das Angebot erstreckte sich über die übliche Ware von Essen bis hin zu allem möglichen Krimskrams. Natürlich meldete sich irgendwann der Hunger und nach längerer Suche (wir sind doch recht wählerisch) landeten wir auf der Terrasse eines netten und gut besuchten Restaurants. Ich erinnere mich jetzt nicht im speziellen, ob das Essen besonders gut oder schlecht gewesen ist, was meist auf normale Kost hindeutet. Woran ich mich erinnere sind die vielen Insekten um einen herum. Am Geländer der Terrasse befanden sich ziemlich niedrig angebrachte Lampen, um die sich natürlich das ganze Viehzeugs versammelte. Als sie auch auf das Essen losgingen griffen wir zu drastischen Maßnahmen und drehten die Birne aus der Fassung. Schlagartig verschwand ein Großteil der Insekten und die Beleuchtung wurde etwas heimeliger. Leider konnten wir den deutlich verbesserten Zustand nicht lange genießen, denn das Personal wies uns bald darauf hin, dass wir die Birne umgehend wieder reindrehen sollten. Als Begründung bekamen wir zu hören, dass die Leute von unten auf der Straße denken könnten es wäre bereits zu... Für mich zwar nicht ganz nachvollziehbar aber gut, demnach blieben wir auch nicht allzu lange.
Natürlich konnte eine so kurze Stippvisite unser Verlangen nach Getränken und Snacks kaum stillen, weswegen wir eine weitere Lokalität suchten und auch fanden (ich glaube wir haben bisher immer was Passendes entdeckt).
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Direkt am Nachtmarkt gelegen weckte ein in einen Hof angelegter “Biergarten “ unser Interesse. Es gab Live Music, überall Bäume und anderes Grün, die Tische bestanden wieder einmal aus alten Nähmaschinen, kurzum wir fühlten uns wohl. Leider mochten die Moskitos diesen Ort auch sehr und wir bekamen sie nur unter dem massiven Einsatz unserer Mückenschutzmittel in den Griff. Der Abend plätscherte also schön vor sich hin, bevor wir uns aufmachten die Guesthouse Matratzen einem Schlaftest zu unterziehen. Natürlich nicht ohne einen netten Absacker auf dem Balkon des Hauses...

So, das sollte eine Weile reichen. Mal sehen ob ich heute noch mehr schaffe...
Predator_Jo
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