Thailand Oktober 2013 (ja, es ist wieder ausführlich)

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Re: Thailand Oktober 2013 (ja, es ist wieder ausführlich)

Beitragvon smile » 16.07.2014, 10:28

:) Schöne Beschreibung, gefällt mir sehr gut.

Ich denke das mit den Tempeln und den "Gaben" hängt damit zusammen, das die Stätten (zumindest in den Augen einiger Gläubigen) noch nicht entweiht sind. Darum werden z.B. ja auch Buddha Statue irgendwo in Höhlen aufbewahrt. Auch Geisterhäuschen sind so ein Problem. Solange die noch geweiht sind müssen die gepflegt werden. Nach der Entweihung sind die nur noch Sperrmüll. Kann man oft an irgendeinem Hinterausgang von einem Kloster sehen. Da liegt ein Berg entweihter Geisterhäuschen rum. Ist ähnlich wie hier mit Kirchen, wenn ein Bischof die entweiht hast kannst Du im Prinzip ein Hotel, mein Haus oder Lagerhalle rein machen.

Freu mich schon auf den nächsten Teil :)
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Re: Thailand Oktober 2013 (ja, es ist wieder ausführlich)

Beitragvon Predator_Jo » 17.07.2014, 14:25

Ein Umzug, ein Berg und ein Teakholz-Buddha (Tag 6)

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Als erstes heute Morgen suchten wir das von uns ursprünglich avisierte Ressort in Chiang Mai, das Log Home Boutique Ressort. In der Lobby angekommen empfing man uns sehr freundlich und auf Nachfrage gab es tatsächlich noch zwei Zimmer für uns. Das stimmte uns sehr froh, denn das Ressort gefiel uns außerordentlich gut, kleine Blockhütten in einem schönen Garten, Pool und sehr nettes Personal, was kann man sich mehr wünschen. Die Tatsache, dass wir am Vortag nicht mehr das Ressort erreichten machte dann im Übrigen auch nichts mehr, denn das Ressort wäre so oder so ausgebucht gewesen.
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Glücklich und nach einem ausgiebigen Frühstück auch zufrieden, besuchten wir heute als erstes den Doi Suthep und den auf ihm befindlichen Tempel. Frohen Mutes fuhren wir dank unserem Mietwagen und Navi los, bis wir zur “Passtrasse “ kamen, die auf den entsprechenden Berg und darüber führte. Unser Wagen quälte sich dann doch ziemlich die kurvige Straße rauf, wobei die weiteren Insassen schnell an ihre Belastbarkeitsgrenze was das Wohlbefinden angeht gebracht waren. Ich selbst nahm darauf aber keine Rücksicht und trieb das Auto zu Höchstleistungen an. Etliche Kurven später erreichten wir den Tempel und besonders die hintere Bank weil heilfroh das Auto verlassen zu können... Zum Tempel selbst führte dann eine lange Treppe, deren unteren Teil viele Stände säumten.
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Es gab wie immer alles, vor allem -wie ich es immer zu sagen pflege- Krimskrams. Mit uns wollten an diesem Tag noch viele weitere Menschen den Tempel besichtigen und so drängten sich außer uns noch mehr Leute die Treppe bis ganz nach oben. Nicht das es zu voll gewesen wäre, die Ruhe und Gelassenheit, wie wir sie in anderen Tempeln erlebten, wollte sich hier aber nicht recht einstellen. Norma musste sich selbstverständlich noch ein Tuch ausleihen bevor es wir den Tempel betreten konnten, die Hose zeigte einfach zu viel Bein.

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Re: Thailand Oktober 2013 (ja, es ist wieder ausführlich)

Beitragvon Predator_Jo » 17.07.2014, 14:26

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Wie auch immer, der Tempel selbst konnte sich mehr als sehen lassen. Im Inneren existierten mehrere Gebäude mit den üblichen Buddha Abbildungen, aber auch eine Galerie mit vielen Wandmalereien. Überstrahlt wurde die gesamte Anlage von dem mit Gold beschlagenen Chedi. Nein, dieser Chedi war nicht einfach nur angemalt, sondern mit Gold verkleidet. Ob es sich dabei um echtes Gold handelte entzieht sich meiner Kenntnis. (kurz bei Wikipedia geschaut, es sind vergoldete Kupferplatten...)
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In den überdachten Teilen rings um den Chedi fanden wir einen Marmor-Buddha und ihm gegenüber auf der anderen Seite einen grünen Kristall-Buddha (obwohl ich glaube der bestand eher aus Plastik). Ich empfand die Anlage als sehr schön, überall gab es etwas zu entdecken und der Blick über Chiang Mai beeindruckte uns enorm, und das trotz der ziemlich diesigen Sicht.
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Auf dem Rückweg sahen wir dann noch eine dieser großen Spinnen, laut Internet eine Seidenspinne, zwar völlig ungiftig aber dennoch beeindruckend und respekteinflößend. Des Weiteren folgten wir einer alten Tradition, die besagt, dass Norma keine passenden Schuhe für Aktivitäten dabei hat, die einen sicheren Tritt benötigen. Wir hielten also wieder einmal an einem Supermarkt (wahrscheinlich ein Tesco) und erstanden für ein paar Euros ein geeignetes paar Schuhe.
Die “Zwei-Tempel-Am-Tag “ Regel bestand auch weiterhin, weswegen wir uns einen weitern der vielen Tempel Chaing Mais ansehen wollten. Die Wahl fiel auf den Wat Buppharam seines Zeichens Beherberger des größten aus einem Stück Teak gefertigten Buddhas der Welt.
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Re: Thailand Oktober 2013 (ja, es ist wieder ausführlich)

Beitragvon Predator_Jo » 17.07.2014, 14:26

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In mitten der Stadt gelegen präsentierte sich das Gelände mit vielen Tierstatuen und einem leicht verfallenen Charme, sehr nett. Die einzige “Enttäuschung “ war dann der eigentliche Teakholz-Buddha. Dessen Größe entsprach nämlich so überhaupt nicht unseren Vorstellungen. Wir hatten irgendwas erwartet, das bis unter die Decke reicht, dieses Exemplar allerdings zeichnete sich nicht unbedingt durch besondere Größe aus.
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Zudem hatte man den Buddha ziemlich unauffällig lackiert, er sah mehr nach Porzellan aus. Im Nachhinein überlegten wir uns aber, dass der Stamm aus dem der Buddha geschnitzt wurde schon ziemlich dick gewesen sein muss um behaupten zu können er sei aus einem Stück. Wie auch immer, Teakholz-Buddha abgehakt.
Den Abend verbrachten wir schlendernd in der Stadt und landeten zum Dinner aus welchem Grund auch immer in der “Bier Stube “.
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Jup, wir aßen mitten in Thailand umgeben von allerlei asiatischen Verlockungen in einem Deutschen Restaurant. Soweit ich mich erinnere hatten wir nichts auszusetzen, verweilten aber trotzdem nicht allzu lange. Anschließend verabschiedeten sich die Mädels zu einer Spa Behandlung und wir Männer suchten in der Gegend unseres Hotels eine nette Bar. Irgendwie hatten wir dabei erhebliche Schwierigkeiten, denn keine der Bars in der direkten Umgebung sagte uns zu, entweder rotlichtverdächtig oder einfach leer.
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Schließlich setzten wir uns einfach auf den Balkon eines Guesthouses gleich neben dem Spa der Mädels und genossen ein paar leckere Bier bei angeregter Unterhaltung. Den Absacker gab es dann in der Pizzeria um die Ecke, wo die Mädels sich mit einem Wein für die Anstrengungen des Verwöhnen lassens belohnten.
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Re: Thailand Oktober 2013 (ja, es ist wieder ausführlich)

Beitragvon Predator_Jo » 17.07.2014, 14:52

Fliegende Gibbons und fliegende Fäuste (Tag 7)

Immer nur Kultur im Urlaub kann auf Dauer auch langweilig sein, für heute buchten wir daher direkt über das Hotel den “Flight of the Gibbon “. Schon im Vorfeld hatten wir uns dazu entschlossen dies einmal auszuprobieren und das nette Personal von unserem Ressort konnte uns sogar einen Discount gewähren (von dem wir niemanden etwas erzählen sollten). Viel zu früh für einen Urlaub holte uns der Minibus ab und wir fuhren etwa eine Stunde in Richtung der Berge. Unterwegs zeigte ein im Bus befindlicher Monitor eine Art Werbesendung für die Veranstaltung, was ich ein wenig übertrieben fand, immerhin waren wir ja gerade auf dem Weg dorthin. Ging es die erste Zeit noch auf schönen Straßen geradeaus, quälte der Busfahrer uns alsbald kleine verwinkelte Straßen mit vielen Kurven den Berg hoch, was einigen doch ein sehr mulmiges Gefühl in der Magengegend bescherte.
Endlich angekommen verpackte man uns umgehend (nach Unterzeichnung einer Verzichtserklärung) in ein Klettergeschirr, welches nicht unbedingt besonders modisch aussah, aber Sicherheit geht vor. Komplett ausgerüstet fuhr man uns noch ein paar Meter weiter zur eigentlichen Einstiegstelle. Hier stellten sich dann unsere beiden Guides vor und gaben uns eine kleine Sicherheitseinweisung. Eigentlich alles recht einfach, Regel Nummer eins, nicht in das Seil greifen. Seil?
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Ja, bei Flight of the Gibbon geht es darum, wie der Name schon sagt, wie ein Gibbon durch den Dschungel zu fliegen. Dazu hatte man zwischen großen Bäumen mehrere Stahlseile gespannt an denen man per Seilrutsche von Baum zu Baum “flog “. Um auch sicher landen zu können hatte jeder Baum eine Plattform, ähnlich wie man das aus Kletterparks kennt. Das hört sich im ersten Moment wenig spektakulär an, aber die Seile hatte man in beachtlichen Höhen und zum Teil auch über weite Strecken gespannt. Die Sicherheitseinweisungen dauerten nicht allzu lange, trotzdem hatten wir immer das Gefühl, das gerade auf die Sicherheit sehr viel Wert gelegt wurde. Es ging also los, Norma drängelte sich geschickt vor und konnte als erstes fliegen. Das zu sehen war schon nicht schlecht, aber dann selbst durch den Dschungel zu fliegen kann ich nur als sau geil bezeichnen. Die Bäume rasten an einem vorbei, etliche Meter weiter unten nur dichtes Grün, und das alles in einer beeindruckenden Geschwindigkeit. Einfach nur geil... Neben der “normalen “ Kost gab es natürlich einige Highlights. Da wäre als erstes die längste zu überbrückende Strecke zu nennen, 800m durch den Dschungel in beeindruckender Höhe über ein Tal, selbstverständlich mit einem Affenzahn. Das Superhelden-Teilstück, bei dem man das Seil hinten an sein Geschirr befestigt bekommt und dann todesmutig in die Tiefe stürzt. Abseilen von einem Baumriesen aus 20m Höhe... Einfach toll!
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Unterwegs sahen wir sogar ein paar Exemplare der wahren Meister dieser Fortbewegungsmethode, ein paar Gibbons. Eine komplette Familie dieser Tiere lebt hier zwar frei aber dennoch immer in der Nähe, wahrscheinlich weil sie gefüttert werden. Insgesamt ein riesen Spaß, den ich jedem nur empfehlen kann. Leider ist das ganze natürlich nicht ganz billig, aber dennoch würde ich wieder zum teuren Original greifen, einfach weil bei denen zumindest der Anschein gewahrt wird, dass die Einnahmen einem Gibbon-Projekt zugutekommen.
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Glücklich nach der gut zweistündigen Tour wieder in der Basisstation angekommen genehmigten wir uns als allererstes ein nettes Mahl bei folklorischer Musik. Anschließend fuhr man uns zu einem nahe gelegenen Wasserfall den wir zwar ganz nett fanden aber irgendwie hatte niemand so richtig Lust auf Wasserfall. Deswegen wurde es nur ein kurzer Zwischenstopp bevor man uns wieder zurück nach Chiang Mai ins Hotel brachte. Hier brauchten wir dringend etwas Relax-Time und verbrachten selbige im Pool unseres Hotels wobei wir vom Personal vorzüglich verpflegt wurden.

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Re: Thailand Oktober 2013 (ja, es ist wieder ausführlich)

Beitragvon Predator_Jo » 17.07.2014, 14:52

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Um auch wieder auf unsere zwei Tempel zu kommen zogen wir am späten Nachmittag noch einmal los um den Wat Chedi Luang zu besuchen. Ehemals wohl eines der wichtigsten Heiligtümer des Landes, ehemaliger Beherrberger des Jade-Buddhas und zerstört von einem Erdbeben. Moment, das wäre ja nur ein Tempel... Richtig! Aber Chiang Mai kam uns mit der Tatsache entgegen, dass diese Stadt wohl eine der höchsten Tempeldichten überhaupt hatte und so war es nicht schwierig einen weiteren Tempel am Wegesrand ausfindig zu machen. Der Wat Phantao erschien uns interessant genug um einen Blick zu riskieren.
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Ein ziemlich kleiner Tempel wie sich herausstellte, dafür bestand das Hauptgebäude komplett aus Teakholz und glänzte mit allerlei schönen Verzierungen. Als nicht so protzig, wie viele der anderen Tempel mit dem ganzen Gold und Glitzer, sondern eher gesetzt und “gemütlich “, mit hat der Tempel sehr gut gefallen.
Ganz im Gegensatz dazu präsentierte sich dann letztlich der Wat Chedi Luang. Gleich zu Beginn empfing einen uns riesige goldene Wand des Haupttempels. Dieser Protz setzte sich im inneren fort, die große Säulenhalle strahlte aufgrund der massenhaft eingesetzten Goldfarbe und Glitzerverziehrungen.
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Wir kamen erst ziemlich spät zu diesem Tempel und so platzten wir mitten in das Gebet der Mönche, um sie dabei nicht zu stören (oder zumindest nicht allzu lange) verließen wir die große Halle und erkundeten das angrenzende Gelände. Alles wurde von dem zentralen halb verfallenen Chedi überragt, von dem der Reiseführer als schlecht restauriert sprach. Zuerst konnten wir nicht wirklich erkennen was gemeint sein konnte. Bei genauerem Hinsehen sahen wir aber die einfach betonierten Flächen oder lieblos gestalteten Elefanten.
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Allerdings beeindruckte der Chedi dann doch aufgrund seiner schieren Größe. In den umgebenden Gebäuden gab es ebenfalls allerlei zu entdecken, unter anderem lebensechte Wachsfiguren verstorbener Mönche. Die langsam untergehende Sonne tauchte dann die gesamte Anlage in ein rötliches Licht und ließ den zentralen Chedi quasi glühen. Entgegen den Aussagen des Reiseführers lohnte sich damit unserer Meinung nach ein Besuch doch...
Für den Abend hatten wir eigentlich noch nichts weiter geplant, außer dem üblichen Dingen. Nach dem Besuch des letzten Tempels machte sich sowohl Hunger als auch Durst breit und wir fanden unweit ein nett aussehendes kleines Restaurant. Die jungen Inhaber rechneten anscheinend nicht mit Gästen in ihrem neu eröffneten Lokal und so löste unsere umfangreiche Bestellung doch einiges an “Panik“ aus. Was einen in Deutschland irgendwie auf die Palme bringt erzeugt hier nur ein Lächeln und eine heimeliche Atmosphäre. Das Essen schmeckte sehr gut, die Köchin legte sich ziemlich ins Zeug, nur die Hocker strotzten nicht unbedingt vor Bequemlichkeit.
Wir schlenderten also mehr oder weniger planlos durch die Stadt, als wir mal wieder am Eingang des Thai-Boxing-Stadiums vorbei kamen. Bisher hatte ich solche Veranstaltungen einfach links liegen lassen, Boxen ist so überhaupt nicht meins. Unsere Freundin aber wollte sich das doch gern mal ansehen und überredete uns es doch einmal auszuprobieren. Unter anderem köderte sie uns mit dem niedrigen Eintrittspreis, der tatsächlich weit unter dem sonst üblichen Betrag in den Touristenzentren lag. Im Nachhinein muss ich mich ganz dick bei Unserer Freundin bedanken, so viel Spaß hatten wir seit langem nicht und auch lange danach nicht mehr. Natürlich geizten wir auch dieses Mal und kauften nur Karten für die zweite Reihe und wurden sofort nach betreten der Halle von einem Katoi zu unseren Plätzen geführt. Schon hier erkannten wir, dass die zweite Reihe sogar noch besser ist als die erste, denn der Ring stand recht hoch und je weiter weg man saß umso weniger musste man den Kopf heben. Man kennt das Prinzip aus dem Kino... Jedenfalls bestellten wir sofort Getränke und natürlich auch was zu Essen. Nach und nach füllte sich die Halle mit Menschen und schließlich begannen die Kämpfe. Ich weiß nicht warum, aber wir hatten einen heiden Spaß, wir wetteten wie die Profis (ohne zu verstehen auf wen und auf was), gewannen und verloren gleichermaßen.
Bild Bild Wir amüsierten uns köstlich über die Protze, die die teuren Tickets direkt am Ring gekauft hatten, nur um zu sehen wie sie alsbald den Rückzug in eine der hinteren Reihen antraten. Den Schweiß der Kämpfer bei jedem Schlag abzukommen gefiel ihnen anscheinend nicht sonderlich. An Kämpfen wurde einiges geboten, kleine Männer, etwas größere Männer, Frauen (ziemlich klein), Massen-Blinden-Hau-Drauf-Kämpfe und sogar einen Meisterschaftskampf, USA gegen Brasilien glaube ich. Welche Meisterschaft da ausgetragen wurde entzieht sich allerdings meiner Kenntnis, ich weiß, dass der Herausforderer, also der Brasilianer, verloren hat, trotz seiner minutenlangen Vorführung vor dem Kampf. Alles in allem viel Spaß für wenig Geld (ich glaube wir haben 400 Bath bezahlt), was wir so nicht erwartet hätten.
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Re: Thailand Oktober 2013 (ja, es ist wieder ausführlich)

Beitragvon Predator_Jo » 23.07.2014, 14:50

Was denn los? Keiner sagt was...

Doch zu langweilig? Positive wie auch negative (so lange sie konstruktiv bleibt) Kritik ist gern gesehen!

Wie auch immer, hier der nächste Teil:

Tempel wie sie gegensätzlicher nicht seien können, gutes Essen bei schlechtem Service und irgendwie ist die Stimmung hier gedrückt (Tag 8 )

Der letzte Tag in Chiang Mai brach heute für uns an. Und wie war das? Ja, zwei Tempel pro Tag... Reiseführer zu Rate ziehen und entsprechende Auswahl treffen. Der erste Tempel beherbergte einen Kristall-Buddha, den ich mir unbedingt anschauen wollte, obwohl der Reiseführer von übertriebenen Sicherheitsmaßnahmen sprach.
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Mit einer ähnlichen Map, wie man sie aus Bangkok kennt fanden wir den Tempel schnell und besichtigten ihn sehr interessiert. Nur den Kristall-Buddha zu finden war schwieriger als gedacht, denn was der Reiseführer verschweigt ist die Tatsache, dass das Teil nur 10cm groß ist und versteckt im hinteren Teil des Tempels hinter mehreren Gitterstäben und Scheiben steht. Vielleicht bin ich ja ein Banause, aber ich habe selten einen so unspektakulären Buddha gesehen. Angrenzend an den Haupttempel erstreckte sich jedoch eine sehr nette Parkanlage in der sich weitere sehenswerte Tempelteile befanden.
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Eine tolle Chedi mit goldener Spitze und Elefanten als Basis, ein Teakholzgebäude, welches auf Stelzen in einem Teich stand (Ich vermute es ist das Grab von irgendjemandem, das möglicherweise erklärende Schild war in Thai.), alles sehr nett.
Der zweite Tempel des Tages lag etwas außerhalb von Chiang Mai und sollte laut Reiseführer eher ein Tempel für Leute sein, die ein wenig mehr Ruhe suchen. So stellte sich der Tempel dann auch tatsächlich dar. Nachdem wir das Auto abgestellt hatten schlenderten wir durch eine parkähnliche Anlage, durch die sich viele Wege zogen und hier und da verschiedenste Gebäude standen. Die ersten Mönche, denen wir begegneten, winkten uns gleich zu sich, so dass wir schon dachten wir hätten etwas falsch gemacht. Die Mönche wollten uns aber nur mit einer Broschüre des Tempels ausstatten, vermutlich erkannten sie unseren orientierungslosen Gesichtsausdruck. Bei einer der zu besichtigenden Attraktionen handelte es sich um einen Chedi, der wiederum auf einem großen Sockel stand.
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Re: Thailand Oktober 2013 (ja, es ist wieder ausführlich)

Beitragvon Predator_Jo » 23.07.2014, 14:52

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Dieser Sockel wurde von angelegten Gängen durchzogen in denen in vielen Nischen verschiedene Altäre oder Buddhas standen. Die Gänge wurden natürlich zu einer Zeit gebaut, in der an Farrangs noch nicht zu denken gewesen ist, von daher blieb uns an manchen Stellen nur eine sehr gebückte Gangart übrig. An anderer Stelle des Parks befand sich ein großer Teich welcher mit derart braunem Wasser gefüllt gewesen ist, dass man dachte man könnte drauf laufen. Zu unserer Überraschung konnte man aber Futter kaufen um die im Teich lebenden Fische zu füttern.
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Selbstverständlich wollten wir das mit eigenen Augen sehen und erwarben für ein paar Bath Fischfutter. Wie sich herausstellte hatte man nicht gelogen, es lebten tatsächlich viele Fische in dem Wasser, irgendwelche Welse von beachtlicher Größe. Es gab aber auch Schildkröten und einen komischen blassen Fisch, der ziemlich hässlich aussah. Leider wurde das Vergnügen die Fische zu füttern etwas getrübt, denn hunderte von Tauben wollten ihren Anteil vom Futter. Die ließen sich auch kaum vertreiben und waren einfach überall. Natürlich verteilten die Vögel überall ihre Hinterlassenschaften, wodurch die kleine Insel im See etwas schmuddelig daher kam. Trotz oder gerade wegen des unspektakulären Auftretens des Tempels gefiel es uns recht gut, neben Tauben und Fischen liefen überall Hühner im Park umher, teilweise sogar mit ganz süßen Küken.
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Für heute Abend buchten wir bereits am Vortag die Flüge nach Phuket um letztlich nach Kao Lak zu kommen. Ganz bewusst wählten wir dabei den spätest möglichen Flug, um noch möglichst viel vom Tag in Chiang Mai zu haben.
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So hatten wir also noch genügend Zeit um nett Essen zu gehen. Der Reiseführer geleitete uns mal wieder zu einem ganz besonderen Ort. Leider wurden wir aus der Beschreibung der Örtlichkeiten nicht wirklich schlau und fuhren etwas orientierungslos umher, bevor wir die beschriebenen “tollen Seefood Restaurants am Fluss“ fanden. Zumindest gehen wir davon aus, dass die Restaurants, die gesuchten waren. Das Lokal, welches wir auswählten, war riesen groß und anscheinend in verschiedene Bereiche aufgeteilt. Wir bekamen einen Platz ganz hinten in der Ecke, aber direkt am Fluss. Nun hieß es warten, denn sehr untypisch für das serviceorientierte Thailand tauchte kein Kellner auf. Wir machten zunehmend lange Hälse und versuchten den Blick einer der vielen umherschwirrenden Angestellten zu erhaschen, aber alles vergebens.
Bild Bild Wir überlegten uns ernsthaft einfach wieder zu gehen, nur den tollen Tisch wollten wir auch nicht aufgeben. Irgendwann erbarmte sich dann aber doch tatsächlich jemand unserer und nahm unsere Bestellung auf. Wie üblich fiel selbige sehr umfangreich aus, denn was zu trinken gegen den Durst, was anderes zu trinken für den Geschmack, eine Vorspeise, eine Hauptspeise und das übliche Garlic Bread müssen es schon sein. Pro Person selbstverständlich... Wer dachte, dass sich von nun an der Service nur so auf uns stürzte, der irrt, denn weiterhin konnten wir nur mit einigem Nachdruck weitere Bestellungen absetzen (Nachtisch und Ersatz für geleerte Getränke). Gott sei Dank spiegelte die Qualität des Essens nicht die Lust der Kellner wieder, denn das Essen schmeckte sehr gut. Mit fortschreitender Stunde füllte sich das große Lokal auch bis auf den letzten Platz, anscheinend ist dieses Lokal sehr beliebt, in einem der abgetrennten Bereiche gab es sogar Livemusik. Alles in allem sehr unverständlich, dass der tolle Eindruck durch den schlechten Service getrübt wurde.
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Satt und zufrieden fuhren wir anschließend zum Flughafen, gaben den Mietwagen ab und flogen nach Phuket wo wir ohne Zwischenfälle sicher ankamen. Unsere Freunde hatten für uns einen privaten Transfer nach Kao Lak organisiert, welcher schon auf uns wartete. Gleich am Flughafengebäude und auch während der Fahrt fiel uns aber irgendwie eine komische Stimmung auf. Die Straßen waren nass (OK, es war Regenzeit für uns trotzdem die erste Begegnung mit dieser Tatsache seit einigen Tagen...) alles wirkte still und irgendwie noch schlafend. In Kao Lak angekommen setzte sich dieser Eindruck fort und trotz unserer späten Ankunftszeit wirkte die Rezeption ungewohnt unvorbereitet. Natürlich hatten wir bereits im Vorfeld ein Ressort ausgewählt, welches im Internet für die Beachfront Bungalows für sehr wenig Geld zu haben war, und zwar das Fanari Sea Front Ressort. Leider konnte uns an der Rezeption nicht der Internetpreis gewährt werden und aufgrund der fortgeschrittenen Zeit beschlossen wir uns daher erst einmal mit einem normalen Bungalow zufrieden zu geben. Ein wiederum sehr ereignisreicher Tag ging damit zu Ende.
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Re: Thailand Oktober 2013 (ja, es ist wieder ausführlich)

Beitragvon schaefer1402 » 24.07.2014, 05:58

weiter machen, freue mich schon auf den Bericht über Khao Lak :huepf
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Re: Thailand Oktober 2013 (ja, es ist wieder ausführlich)

Beitragvon Predator_Jo » 25.07.2014, 09:20

Und weiter gehts:

Überlistet und die Regenzeit ist JETZT zu Ende (Tag 9)

Heute schlugen wir dem Hotel ein Schnippchen! Laut Internet gab es einen Beachfront Bungalow für 1500 Bath die Nacht. Für einen 30 Quadratmeter großen Bungalow mit Badewanne und Dusche, sowie Fernseher, Terrasse und Betten so groß wie meine ganze Studentenbude ziemlich günstig. Leider weigerten sich die Angestellten hartnäckig uns diesen Preis zu gewähren und so nutzen wir das Hoteleigene WLan um per Booking die Bungalows vor deren Nase im Internet zu buchen. Keine Minute später wurde die Dame an der Rezeption von der Zentrale angerufen und über eine Buchung informiert, nämlich unserer. Nun ging alles ziemlich schnell, wir hatten aus Kostengründen einen Bungalow ohne Beachfront gebucht, wurden aber geupgraded um näher bei unseren Freunden zu sein. Die ganze Aktion nahm einiges an Zeit und Nerven in Anspruch was nicht nötig gewesen wäre, wenn die sich gleich bewegt hätten... Manchmal verstehe ich andere Menschen einfach nicht.
Nachdem die Unterkunft nun abschließend geklärt war erkundeten wir Kao Lak, natürlich auf der Suche nach etwas Essbarem. Wieder empfanden wir alles irgendwie bedrückend. Wir hatten irgendwie das Gefühl, dass alle gerade aus ihren Löchern gekrochen kommen und eine Art Bestandsaufnahme stattfindet, Farbdosen wurden vorbereitet, Schilder hergerichtet, Umrandungen gepflegt usw.
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Ich weiß nicht ob es in dem Restaurant war in das wir uns für ein “Frühstück “ niederließen, oder doch woanders, als wir fragten was denn los wäre. Die Antwort überraschte uns, denn allem Anschein nach waren wir heute am ersten Tag seit vier Wochen da, an dem es nicht regnete... Alles richtig gemacht! Kein Wunder, das Kao Lak gerade erst aus dem Dornröschenschlaf erwachte. Wie war das mit den reisenden Engeln? Ein paar Tage später trafen wir am Pool (während eines Sonnenbades) das Paar aus dem einzigen weiteren belegten Bungalow in unserem Ressort und die meinten, dass sie drei Wochen nur auf der Überdachten Terrasse gesessen und Karten gespielt hätten. Sie kamen wohl nicht einmal trockenen Fußes zum Frühstück. Tja, das ist es halt, wenn man während der Regenzeit irgendwas fest bucht... Pech gehabt. Es muss wohl derart gestürmt haben, dass große Teile des Strandes (und der dicht an selbigem gebauten Gebäude) fortgespült wurden. Vor unseren Beachfront Bungalows wurde eine Betonschutzmauer gebaut, der Zugang zum Strand so unmöglich. Die immer noch recht hohen Wellen krachten mit voller Wucht gegen diese Mauer und brachten damit unseren Bungalow zum Erbeben. Die Ausführung dieser Mauer ist natürlich wieder Thailand-Typisch, ich gebe der Konstruktion ca. eine Saison, bevor das Meer sich wiederholt was ihm gehört. In einer Nacht schlugen die Wellen sogar derart heftig gegen diese Mauer, dass unsere Freundin vorsorglich schon einmal zusammenpackte um für eine sofortige Evakuierung bereit zu sein.
Wir jedenfalls freuten uns über die Sonne und verbrachten den Rest des Tages am Strand. Am Bang Niang Beach in Kao Lak, unweit unseres Ressorts gab es ein nettes Restaurant mit lecker Essen und kostenlosen Liegen sowie diesen viereckigen Bambusverschlägen. Dort hielten wir es recht lange aus, und als die Sonne hinter dem Horizont versank machten auch wir uns auf das Nachtleben von Kao Lak zu erkunden.
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So richtig weit sind wir aber zuerst nicht gekommen, denn gleich neben unserem Ressort gab es einen Massagesalon, den die Damen natürlich gleich ausprobieren wollten. Normalerweise wäre das nicht gegangen, dieser Salon hatte aber ein Geschäftsmodell, denn gleich daneben hatten sie eine kleine Bar aufgemacht. Perfekt, die Mädels lassen sich massieren und die Jungs können an die Bar. Aufgrund des schlechten Wetters der Vortage hatten sie in der Bar bisher noch nicht so viele Kunden, also gar keine, wir waren damit die ersten Gäste. Genutzt hat es nichts, denn bezahlen mussten wir trotzdem. Unterhalten wurden wir von den netten Haustieren, einem anhänglichen Hund zum Beispiel, aber auch Katzen gab es.
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Ein so anstrengender Tag muss belohnt werden dachten wir und besuchten das Kung Seefood Restaurant. Wir besuchten dieses Restaurant schon letztes Jahr, und auch dieses Mal wurden wir nicht enttäuscht. Das Essen schmeckte hervorragend, wenn da nur der hohe Preis nicht wäre.
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Für mich trotzdem immer noch eines der kulinarischen Highlights des Urlaubs. Anschließend besuchten wir unserer Freunde guten Freund Robert in seiner neuen Bar. Die Bar ist direkt an der Hauptstraße gelegen, recht klein aber dafür zentral. Auch hier gehörten wir zu den ersten Gästen überhaupt und die Begrüßung viel nicht nur deswegen sehr euphorisch aus. An der Bar selbst mussten zwar noch ein paar Kleinigkeiten erledigt werden, aber ansonsten sah das alles schon einmal nicht schlecht aus. Wir amüsierten uns sehr gut, und wie das nun mal so ist, sind ein paar Leute in der Bar kommen gleich mehr. Wir hatten schnell den Vorschlag unterbreitet uns einfach den ganzen Tag in seine Bar zu setzen und so Kundschaft anzulocken, als Bezahlung würden wir freie Drinks akzeptieren. Leider fand Robert diesen Vorschlag nicht so gut. Später am Abend bekamen wir auch noch ein kleines Privatkonzert von Robert, der ja nebenbei auch noch musiziert.
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Re: Thailand Oktober 2013 (ja, es ist wieder ausführlich)

Beitragvon smile » 25.07.2014, 11:44

Naja, das mit dem "Preisproblem" an der Rezeption ist fix erklärt. Der Sales- oder GM Director gibt den Agenturen den Preis. die Mäuschen an der Rezeption haben als Basispreis die Rack Rate und davon dürfen sie im geringen Rahmen einen Rabat gewähren. Mit anderen Worten, die dürfen gar nicht.
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Re: Thailand Oktober 2013 (ja, es ist wieder ausführlich)

Beitragvon Predator_Jo » 28.07.2014, 11:17

Strandtag... und Alkohol macht alles möglich (Tag 10)

Der heutige Tag verlief sehr ruhig. Erst ausspannen am Strand bei herrlichem Sonnenschein und dann am Pool. Warum wir irgendwann zurück ins Hotel zum Pool sind kann ich nicht mehr genau sagen, mag sein, dass es einen kleinen Regenschauer gab. Es passierte also nichts berichtenswertes...
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Erst am Abend konnten wir uns zu etwas mehr Aktivität durchringen. Als erstes natürlich Essen. Wir konnten uns nicht auf etwas Spezielles einigen, der dargebotene Fisch sah überall nicht wirklich frisch aus und so trennten wir Männlein und Weiblein. Die Mädels schlemmten sich einmal durch die Karte der Pizzeria während wir Männer im Restaurant gegenüber einen leckeren Burger bestellten (und ihn auch dort verzehrten). Anschließend ging es dann wieder gemeinsam in Roberts Bar und hier auch wieder Standard Programm aus Coolen Drinks bei netter Live Musik.
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Wie das aber immer so ist, einige Teile unserer Gruppe hatten sich am heutigen Tag körperlich völlig verausgabt weswegen sie zeitig ins Hotel wollten. Kein Problem, Robert fuhr uns in Richtung Hotel aber die Männer verfolgten einen teuflischen Plan und wir ließen uns kurzerhand an der Bar “Cloud Number 9“ rausschmeißen. So früh wollten wir nicht ins Bett!
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Als wir die Bar betraten bot sich uns ein trostloses Bild, nur ein Tisch besetzt, ansonsten gähnende Leere. Der Tisch jedoch sah sehr fröhlich aus und man empfing uns auch sehr wohlwollend. Es stellte sich heraus, dass die Leute, die an dem Tisch saßen, eigentlich die Live Band war und sie für heute schon aufgehört hatten. Kurzerhand probierte ich den alten Trick und versprach jedem aus der Band einen Drink wenn sie noch einmal spielen würden...
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So schnell habe ich noch niemanden eine Bühne erklimmen sehen! Umgehend schnallten sich die Bandmitglieder ihre Instrumente um und spielten nur für uns zwei (und die verbliebenen Angestellten) ein paar tolle Lieder. Was wir zu hören bekamen gefiel uns außerordentlich gut, ein netter Mix aus rockigen Coversongs extrem gut dargeboten. Kurzum, es wurde ein toller Abend, anschließend auch noch am Tisch mit der Band. Um mit den Worten von Barney Stinzen aus “How I met your mother “ zu sprechen: “LEGEND... ÄR “!
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Re: Thailand Oktober 2013 (ja, es ist wieder ausführlich)

Beitragvon schaefer1402 » 28.07.2014, 11:27

:drinker
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Re: Thailand Oktober 2013 (ja, es ist wieder ausführlich)

Beitragvon Predator_Jo » 28.07.2014, 13:28

Ab wann gilt man eigentlich als Alkoholiker?

Egal, weiter gehts:

Wildwasser und ne coole Party (Tag 11)

Ohne besonderen Grund buchten wir am Vortag eine Wildwasserfahrt. Ohne besonderen Grund bedeutet einfach, dass keiner von uns Erfahrungen damit hat und wir einfach neugierig waren. Organisiert wurde das ganze vom Barbesitzer Robert, der früher in der Ausflugsbranche gearbeitet hatte und so noch über einige Kontakte verfügte. Per Minivan fuhren wir eine Stunde durch das Hinterland inklusive kleinen sehr kurvigen Nebenstraßen. Dies führte dazu, dass einigen doch etwas mulmig wurde, zum Glück nicht so wie im Bus vor uns, wo jemand sich durch das Fenster übergeben musste. Angekommen an der großen Sammelstelle stattete man uns zügig mit Schwimmwesten und Helmen aus und so bestiegen wir komplett ahnungslos ein Schlauchboot. Mit von der Partie waren zwei Guides, einer vorn und einer hinten auf dem Boot. Die von uns, die vorn im Boot saßen bekamen noch jeweils ein Paddel in die Hand gedrückt und dann ging es auch schon los. Sonderlich spektakulär darf man sich das nun aber nicht vorstellen, um den Fluss überhaupt befahrbar zu machen mussten oberhalb ein paar Schleusen geöffnet werden.
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Klar, hier und da schäumte das Wasser ein wenig, aber nichts was das Boot ernsthaft in “Gefahr “ bringen könnte. Spannend wurde es eigentlich nur, wenn wir irgendeinen Felsen rammten und daraufhin etwas umhergeschleudert wurden. Nach ungefähr 20 Minuten war alles vorbei, wobei wir noch einen weiteren Kilometer für ein paar Bath mehr hätten fahren können. Das wollten wir nicht, das “Thrill-Level “ wird auf dem Kilometer auch nicht mehr deutlich höher sein und in Relation gesehen war uns das dann einfach zu teuer. Im Nachhinein muss ich sagen, dass wir hier so ein ganz normales Touristen-Ding gemacht haben, mit dem man vielleicht noch ein paar besoffene Russen oder Japaner beeindrucken kann. Für verwöhnte Action-Liebhaber ist das dann doch zu lahm. Allerdings bin ich froh, dass wir es gemacht haben, denn keiner von uns hatte eine solche Erfahrung jemals gemacht und so können wir uns was Rafting angeht in Zukunft deutlich besser einschätzen.
Durch die Buchung über Robert entgingen wir sogar noch dem Giftshop mit seinem: “kauft ein teures Foto von euch auf dem Fluss “ und stiegen direkt in den privaten Transfer. Mittlerweile hatten wir Mittagszeit und unsere Mägen gaben laut. Wir fuhren also zu einem Geheimtipp zusammen mit Robert. Der Geheimtipp war mittlerweile so geheim, dass selbst Robert Probleme hatte das Restaurant zu finden. Wo sich selbiges befand kann ich nicht sagen, irgendwo im Hinterland von Kao Lak. Die Betreiber des Restaurants schienen mit ihrem geheimen Restaurant auch ganz zufrieden zu sein, denn auf Gäste war man hier nicht vorbereitet. Die Auswahl der Speisen beschränkte sich dann auch auf wenige Dinge in der Karte. Übrig blieb letztlich Fisch in mehreren Varianten und Reis, wobei das letztlich bestellte Essen sehr gut schmeckte.
Den Rest des Tages verbrachten wir ohne große Vorkommnisse am Strand bzw. am Pool, Urlaub ist manchmal einfach unspektakulär...
Abendprogramm? Ja na klar, und was für welches! Zuerst gingen wir gemütlich essen in einem von außen nett aussehenden Restaurant. Es wurde liebevoll komplett aus Bambus gebaut, aber die “Happy new year “ Deko hätte uns misstrauisch machen sollen.
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Das Essen konnte uns nicht vollends überzeugen, irgendwie schmeckte es nicht sonderlich. Eine der wenigen Gelegenheiten wo wir sagen mussten, dass wir hierher nicht mehr kommen würden. Anschließend ging es dieses Mal gemeinsam wieder in die Cloud 9 Bar mit der tollen Philippinischen Band. Es wurden etliche tolle Liedern zum Besten gegeben und von unserem Tisch verschwanden entsprechende Drinks (nur im Eigenbedarf, die Band brauchten wir dieses Mal nicht zu bestechen). Zwischendurch bestellten sich die Mädels natürlich noch einen Schokoladen-Pancake, der in seiner Größe doch überraschte und nur zu kleinen Teilen verspeist werden konnte.
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Später am Abend unterhielten wir uns wieder mit der Band und erfuhren so zum Beispiel, dass “Norma “ ein philippinischer Name ist. Wieder ein Abend, an den ich mich gern zurückerinnere. Wobei ich glaube, dass man hier nicht jeden Abend herkommen darf, weil einem ansonsten die letztlich immer gleichen Lieder doch zum Hals raushängen könnten. Diese Schwelle hatten wir aber noch nicht überschritten, von daher kann ich ein Besuch hier nur weiterempfehlen.
Predator_Jo
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Re: Thailand Oktober 2013 (ja, es ist wieder ausführlich)

Beitragvon Predator_Jo » 29.07.2014, 10:50

Ausspannen und Transferorganisation (Tag 12)

Da es im Urlaub nicht immer spektakulär zu gehen kann verbrachten wir den heutigen Tag mit... Nichts... Ausschlafen, bis 11 denke ich. Dann an den Strand und hier das tolle Meer genießen, dann wahrscheinlich noch etwas am Pool abgehangen.
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Für Norma und mich war es der letzte Tag hier in Kao Lak, wir wollten noch weiter Richtung Süden. Um dorthin zu kommen brauchten wir noch einen Transfer, nach Phuket. Von hier aus wollten wir die Fähre nehmen, die zwischen Phuket und Langkawi pendelt (Tigerline wenn mich nicht alles täuscht). Auf Phuket ging es laut Homepage vom Rassada Pier los, dem Pier, von dem eigentlich alle Fähren starten. Jedenfalls besuchten wir das “Reisebüro“ unweit unseres Hotels, das von einem Deutschen geleitet wird. Wir dachten so ohne Sprachbarriere könnte man sicher schnell eine Fahrt nach Phuket organisieren. Pustekuchen, der Mann kannte weder die Fährlinie, noch den -wie ich finde- sehr wichtigen Rassada Pier. Er wälzte verzweifelt irgendwelche Karten und schnell wurde klar, dass er nicht nur den Namen nicht kannte, sondern nicht mal dessen Position auf Phuket. So viel zu “ohne Sprachbarriere funktioniert das besser“... Wir entschieden die Organisation zu verschieben, denn heute Abend wollten wir noch einmal zu Robert in seine Bar und er würde uns mit Sicherheit weiterhelfen können.
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Abendessen gab es dieses Mal in “Joe's Steakhouse “, keine Ahnung warum, irgendwie war uns danach. Durch den vielen Regen der letzten Tage (auch heute regnete es ab und zu) stand der gesamte Eingangsbereich des Restaurants unter Wasser, wir kamen kaum trockenen Fußes ins Innere. Eigentlich machte das Restaurant einen ganz netten Eindruck, nur der deutsche Stammtisch, welchen wir sofort erkannten, trübte ein wenig das Gesamtbild. Vom Essen her konnten wir uns allerdings nicht beschweren, die bestellten Steaks und Getränke schmeckten sehr gut, als kleine Abwechslung um den Bedarf nach einem deftigen Mahl zu befriedigen durchaus lohnenswert.
Anschließend begaben wir uns zu Robert um den Abend “rum zu kriegen “. Er organisierte uns ganz unkompliziert und zu einem guten Preis auch fix einen Transfer am nächsten Morgen zum Rassada Pier auf Phuket.
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Predator_Jo
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