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Thailand November 2014 (ausführlich...)

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Predator_Jo
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Thailand November 2014 (ausführlich...)

Beitrag von Predator_Jo » 26.02.2018, 13:11

Hallo zusammen,

deutlich verspätet ist der Bericht aus dem Jahr 2014 fertig geworden, und aus guter alter Tradition würde ich selbigen mit dem Forum teilen. Ich habe über die Jahre sehr viele Informationen aus diesem Forum gezogen und auf diese Art möchte ich mich erkenntlich zeigen...

Er ist zwar relativ ausführlich, aber nicht ganz so umfangreich wie die letzten Berichte. Der Grund ist einfach, dieses Mal lag der Focus auf Erholung und es gibt wenig zu schreiben, wenn man einfach am Strand liegt. Wenn es zuuu ausführlich, also langweilig, sein sollte, dann einfach beschweren, kürzen kann man immer.

Wie immer bitte ich darum nicht jedes Wort auf die Goldwaage zu werfen, ich will niemandem zu nahe treten.
Ach ja, die blöde Upload Seite hat einige Bilder nicht gedreht... Bin aber zu faul noch mal alles extra hoch zu laden. Einfach den Monitor drehen, dann passt das wieder...

Also dann, viel Spass...

Anreise (Tag 1)

Die eigentliche Anreise begann schon ein paar Tage eher, denn wir verbrachten das Wochenende, an dem es los gehen sollte in Köln. Ich spielte in Hürth Hockey und Norma verbrachte Zeit in Bottrop bei Freunden aus der Reha. Getroffen haben wir uns dann am Flughafen in Düsseldorf von wo aus es mit Emirates über Dubai nach Bangkok gehen sollte. Um es mal vorsichtig auszudrücken, Autofahren hätte ich bestimmt noch nicht gedurft... Entsprechend beschwingt ließ sich also meine Stimmung beschreiben. So ein Hockey Turnier ist halt die Hölle... Ich konnte natürlich nicht los fliegen ohne mir vorher eine Flasche leckeren Rotwein im Duty Free zu kaufen um selbige im Laufe des Urlaubs schön am Strand genießen zu können.
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Die Flüge verliefen alle reibungslos, der Aufenthalt in Dubai gestaltete sich auch recht kurzweilig. Ich nutzte das Filmangebot im Flugzeug komplett aus, und konnte mich wieder halbwegs auf Stand bringen was (relativ) neue Filme angeht. Ich versuchte es dieses Mal gar nicht erst mit Schlafen, wohl wissend, dass dies eh zwecklos wäre.
Ich glaube ich habe es bereits früher erwähnt, aber in Bangkok das Flughafengebäude zu verlassen ist fast schon wie zu Hause ankommen.
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Mir geht es so, dass ich dann sofort viel entspannter bin, endlich Urlaub. Per Taxi ging es für uns ganz klar direkt zur Kao San Road um dort ein günstiges aber gutes Quartier zu beziehen. Dieses Mal hatten wir uns für das Sleep Within entschieden welches wir letztes Jahr gesehen haben. Wie immer ist auch hier nicht alles Gold was glänzt, aber letztlich ganz OK.
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Kaum hatten wir unser Zimmer bezogen ging es natürlich auf die Strasse um endlich das erste Singha des Urlaubs zu mir nehmen zu können. Wir wählten dieses Mal ein Lokal, welches wir noch nicht probiert hatten, einfach ein paar Meter die Rambutri runter und das Bier schmeckte tatsächlich köstlich. Einen kleinen Schock musste ich allerdings wegstecken, denn das Singha gibts jetzt nicht mehr in 0,6L Flaschen, sondern nur noch in 0,5L Flaschen, zum gleichen Preis versteht sich... Na ja, ich will mal nicht kleinlich sein. Neben den Getränken gab es natürlich auch eine Kleinigkeit zu essen.

Allzu lange blieben wir jedoch nicht, denn der Flug und das Wochenende zuvor steckte uns dann doch noch in den Knochen.



Shopping und Transfers in letzter Minute (Tag 2)

Wie immer wollte ich den Aufenthalt in Bangkok nutzen um mir neue Shirts und vielleicht eine Hose zu kaufen. T-Shirts natürlich bei meinem Stammhändler im MBK und ne Jeans würde sich bei der Gelegenheit sicher auch finden.
Bis wir uns endlich aus den Betten gequält hatten war High Noon schon vorbei und wir genehmigten uns ein kleines "Frühstück", bevor wir per Taxi zum MBK aufbrachen (natürlich nicht ohne die unausweichliche Suche nach einem Taxi, das mit Meter fährt). Wir verbrachten eine ganze Weile im MBK und ich erstand neben ein paar netten Shirts auch eine schöne Jeans, also wieder einmal komplett eingekleidet. Anschließend gingen wir quasi zur Belohnung in das Sansibar, um uns ein tolles Curry zu gönnen.
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Preislich natürlich in der oberen Liga, aber die Qualität des Essens und des Ambientes rechtfertigten den Preis zumindest etwas. Neuerdings gibt es auch eine Live Band, die wir allerdings nur kurz sahen, denn wir wollten nach unserem Mahl direkt wieder zur Kao San, vor allem um unseren Transfer zu buchen.

Tja, der Transfer... Bisher hatten wir uns noch nicht so genau darauf geeinigt wo es denn hingehen sollte. Wir wollten ja einen Relax Urlaub, was liegt da näher als an einen uns bereits bekannten und damals als toll empfundenen Ort zurück zu kehren. Koh Lipe war mehrfach im Gespräch, aber für fast drei Wochen... Näää, aber wo anders noch in der Nähe von Lipe? So richtig kamen wir da nicht weiter und Norma tendierte auch eher zu etwas neuem. So kam dann die Gegend um Koh Chang ins Gespräch und nach ausgiebiger Lektüre des Reiseführers entschieden wir uns dazu diesem Plan zu folgen und einen Transfer für den nächsten Tag nach Koh Chang zu buchen. Diese Entscheidung zog sich doch in die Länge und ich überschätzte die Öffnungszeiten der ansässigen Reisebüros.
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Alle, die wir so sahen, hatten bereits zu und so liefen wir etwas Plan- und Ratlos umher, bis wir dann doch ein kleines noch besetztes Office fanden. Die Dame bediente uns rasch und kompetent, wodurch wir im Nu einen Bus-/Fährtransfer nach Koh Chang gebucht hatten. Los gehen sollte es direkt hier am Reisebüro, was uns ganz recht war, denn das Hotel befand sich nur ein paar Meter entfernt. Derart erleichtert konnten wir anschließend noch einen Absacker in der Rambuttri zu uns nehmen, bevor wir ins Hotel zurück kehrten um an den Matratzen zu horchen.
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So richtig preiswert isses ja nicht (Tag 3)

Früh am Morgen und frisch ausgeruht packten wir unsere sieben Sachen und begaben uns zum vermeintlichen Abfahrtsort nach Koh Chang. Hier gab es dann die typischen Aufkleber für das Shirt, auf dem das Reiseziel vermerkt ist. Leider wurde uns nach einer kurzen Weile mitgeteilt, dass wir eben doch nicht direkt vor dem Reisebüro abfahren, sondern ein paar hundert Meter die Strasse runter. Zusammen mit ein paar weiteren Mitreisenden unternahmen wir also die kleine Wanderung. Wir haben zwar nicht übermäßig viel Gepäck dabei, angenehm ist das Laufen durch Bangkok damit trotzdem nicht wirklich. Wie auch immer, am eigentlichen Abfahrtsort herrschte das thailandtypische Chaos, welches aber meist nicht von den Thais, sondern von den aufgeregten Touristen verursacht wird. Anstatt, wie einem angewiesen wird, sich einfach hinzustellen und der Dinge zu harren, die da noch so kommen, müssen einige jeden zufällig vorbeikommenden Thai fragen ob sie jetzt hier auch wirklich richtig sind.

Szene 1, Bangkok frühmorgens, auf dem Bürgersteig einer belebten Strasse:

Tourist (ein wenig desorientiert): "`Wir wollen nach Koh Chang, müssen wir in diesen Bus einsteigen?"'
Thai 1: "`Nein, das ist nicht der richtige, bitte warten sie einfach hier."'
Tourist (verunsichert): "`Wir wollen nach Koh Chang, wann kommt denn der richtige Bus?"'
Thai 2: "`Der ist schon unterwegs, bitte warten sie hier."'
Ein Bus fährt vor.
Tourist (sich wild in alle Richtungen umschauend): "`Wir wollen nach Koh Chang, müssen wir in diesen Bus einsteigen?"'
Thai 3 (aus dem Bus rauskommend): "`Nein, das ist nicht der richtige, bitte warten sie hier."'
Tourist (aufgeregt): "`Nicht das unser Bus schon weg ist..."'
Touristengruppe: wildes Geplapper

Szene 2, Bangkok früh morgens, immer noch auf dem Bürgersteig einer belebten Strasse:

Ein Thai geht durch die wartenden Touristen, schaut kurz auf deren Aufkleber und dirigiert alle mit dem Aufkleber "`Koh Chang"' (also auch uns) zu einem Bus...\

Ende!

Die Fahrt mit einem großen Reisebus geriet eigentlich ganz nett. Man ist einige Stunden unterwegs, eine Zeit, die ich aber meist mit aus dem Fenster schauen ganz gut überbrücken kann. Der Bus fuhr bis zu einer relativ großen Pier Anlage, wo wir in ein Reisebüro mit dem Hinweis bitte hier zu warten, gebeten wurden. Hier bemerkten wir, dass wir offensichtlich wohl die billigste Transferkategorie gebucht hatten, denn nach und nach wurden fast alle aus dem Reisebüro mit Minibussen abgeholt. Als nur noch wir und eine Handvoll andere übrig waren fuhr ein klappriger offener Bus vor um uns alle die 200m den Pier entlang zur Fähre zu fahren.
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Selbige bestiegen wir umgehend, wenn auch unbedingt mit dem besten Gefühl, denn für mich sah die Fähre so aus, als bestünde sie mehr aus Rost als aus Metall. Ich mag gar nicht dran denken, wie es unter der "glänzenden" Oberfläche aussah. Auf dem offenen Deck wo sich alle Passagiere einfanden gab es aber zumindest genügend Schwimmwesten. Die Überfahrt dauerte nicht lange (ich glaube etwa zwei Bier lang) und auf Koh Chang angekommen verfrachtete man uns in einen PickUp Bus, der uns für 100 Bath zum White Sand Beach fuhr.
Das Studium des Reiseführers für eine geeignete Unterkunft ergab dieses Mal nicht sehr viele Optionen. Die angegebenen Preise ließen uns doch ein wenig schlucken. Ich entdeckte aber ein Ressort am Nördlichen Ende des White Sand Beaches, von dem der Reiseführer sprach, man könne dort "wie die Hippies" wohnen. Genau dahin wollten wir als erstes schauen. Also mit dem gesamten Gepäck den Strand hoch, was eine sehr schweißtreibende Angelegenheit wurde. In besagtem Ressort angekommen wurde uns aber sehr schnell klar, dass die Unterkünfte doch ein wenig zuuu einfach wären. Die Anlage selbst machte zwar einen tollen Eindruck, mit den in die Felswand gebauten Zimmern, aber vor allem Norma wollte sich nicht den ganzen Tag Sorgen machen "irgendwelches Getier" im Zimmer zu haben. Als wir dies der Dame mitteilten meinte sie nur ein wenig abfällig: "Mag ja sein, dass Tiere rein können, aber bei anderen Bungalows können sie auch nicht wieder raus...". Eine Aussage, die vielleicht stimmen mag, den generellen Fakt aber nicht abmilderte. Hier wollten wir also nicht bleiben, mussten uns also noch etwas umschauen. Wir ließen ganz vertrauensselig unser Gepäck im gerade besichtigten Hotel zurück und liefen den Strand wieder runter. Unterwegs sahen wir eine größere Anlage, welche nette kleine Bungalows in einem schönen Garten hatte. Nach längerem Suchen fanden wir auch die dazugehörige Rezeption und erkundigten uns als aller erstes nach dem Preis. Hier verschlug es uns dann aber komplett die Sprache, denn der aufgerufene Preis für einen kleinen Gartenbungalow in der Nebensaison erschien uns einfach unverschämt. Auch eine mögliche Buchung per Internet wäre nicht günstiger gewesen. So blieb uns nichts anderes übrig als weiter zu suchen. Der Reiseführer hatte unweit noch das Sangtawan Resort gelistet, welches jetzt nicht überragend klang, aber zumindest preislich eher unseren Vorstellungen entsprach. Wir besichtigten einen Strandbungalow und entschieden uns sehr schnell angesichts der netten Unterkunft, der guten Lage und des angemessenen Preise dazu gleich für eine Woche zu buchen. Nachdem wir die Frage der Unterkunft nun zu unserer Zufriedenheit geklärt hatten, war es nun natürlich an mir unser Gepäck aus dem ersten Ressort zu holen... Es zog sich dann doch länger als gedacht und so flossen einige Liter Schweiß an mir herunter, bevor ich endlich das erste Bier zu mir nehmen konnte.

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Predator_Jo
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Re: Thailand November 2014 (ausführlich...)

Beitrag von Predator_Jo » 26.02.2018, 13:22

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Am Abend nutzten wir die dargebotenen Möglichkeiten direkt am Strand um etwas zu essen und natürlich auch zu trinken. Allzu lange ging es aber heute nicht, man muss es ja nicht immer auf die Spitze treiben.

Relaxen die I. (Tag 4)

Heute folgten wir zum ersten Mal unserem für diesen Urlaub ausgegebenen Credo: Relaxurlaub. Zum Frühstück schlenderten wir den Strand entlang, bis wir ein uns zusagendes kleines Restaurant gefunden hatten. Direkt am Strand genossen wir mit ungetrübtem Blick über das Meer unser sehr schmackhaftes Mahl. Es ist schon erstaunlich, wie schnell man in diesem Land "herunterfahren" kann und dazu braucht es anscheinend gar nicht viel.
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Für den weiteren Tag nutzten wir die vorzüglichen Möglichkeiten direkt vor unserem Bungalow. Unser Strandabschnitt hatte das Glück, dass er von großen Bäumen "überdacht" wurde, so dass man sich wunderbar in den Schatten legen konnte. Wenn man bedenkt,
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dass die Getränkequelle in Form des Hotelrestaurants, das eigene Bad und das Meer nur jeweils ein paar Schritte voneinander entfernt waren, konnte man diesen Platz eigentlich nur als perfekt bezeichnen. Mit so einer guten Versorgungslage um uns herum konnte uns gar nicht langweilig werden.
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Gegen abend machten wir uns dann aber doch noch auf um ein wenig die Main Road entlang zu schlendern. Hierbei bemerkten wir, dass uns der Trubel fast schon ein wenig zu viel wurde. Es ging weitestgehend noch, was aber sicherlich auch mit der Nebensaison zusammen hing. Während der Hauptsaison ist sicherlich deutlich mehr los und das wäre uns dann wahrscheinlich echt zu viel des Guten. So aber konnten wir noch halbwegs unbehelligt schlendern und der ein oder anderen Köstlichkeit vom Wegesrand erliegen.
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Ich weiß gar nicht mehr warum aber wir gingen zum eigentlichen Abendessen in ein Ressort unweit dessen, welches wir uns am ersten Tag zuerst angeschaut hatten.
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Leider kann ich mich nicht an den Namen erinnern. Auch hier wurde das gesamte Ressort, wie auch das Restaurant in die Felswand gebaut und teilweise von unten mit Holz abgestützt. Die Bungalows selbst sind ebenfalls eher einfacherer Natur, dem Restaurant mangelte es aber an nichts. Wir nahmen erst ein wenig abseits der anderen Gäste platz und bestellten ein bisschen was aus der Karte. Die Deutsche "Managerin", servierte uns selbiges schon ein wenig angeschäkert und uns wurde schnell klar: hier wird Deutsch gesprochen. Normalerweise ist so etwas für uns ja eher abschreckend, aber in diesem Fall empfanden wir es eigentlich als ganz nett. Das lag mit Sicherheit daran, dass sich hierher eben nicht die normalen Stammtischdeutschen verirren, sondern eher die ein wenig durchgeknallten. Nach dem Essen wurden wir dann auch in die große Runde gebeten und wir verlebten einen tollen Abend mit allen Anwesenden. Die Managerin verabschiedete sich irgendwann komplett fertig ins Bett, wobei ich unsere Rechnung noch nicht bezahlt hatte. Die Hotelgäste hatten alle Deckel, sie konnten also aufs Zimmer schreiben, das ging bei uns natürlich nicht. Die für das Geld zuständige Person hatte aber bereits vor einiger Zeit Feierabend gemacht und die Kasse für Wechselgeld war somit zu. Ich wiederum hatte aber nur große Scheine... "Easy", sagte ich, "Hier nimm die 1000 Bath und ich nehme mir nachher einfach noch zwei Bier aus dem Kühlschrank, dann passt das..." "OK" war die lapidare Antwort und schon war das Problem aus der Welt. Man kennt sich kaum drei Stunden und schon wird man behandelt wie ein Stammgast. I like...

Regenzeit, eine erste Erkundung und man hätte es wissen können (Tag 5)

Nicht unüblich für die Reisezeit wurden wir heute morgen von heftigem Regen geweckt. Nicht weiter schlimm, das einzige Problem war halbwegs trocken in das Restaurant zu kommen, was aber aufgrund des sehr kurzen Weges ganz gut ging.
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Hier gab es erstmal ein deftiges Frühstück und wir eruierten was denn heute so alles möglich wäre. Bei solchem Wetter an den Strand legen macht weniger Sinn. Wir entschlossen uns also den nachlassenden Regen dahingehend zu nutzen um uns ein Moped zu leihen und die Gegend zu erkunden.

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Predator_Jo
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Re: Thailand November 2014 (ausführlich...)

Beitrag von Predator_Jo » 26.02.2018, 13:26

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Wir fuhren also ein wenig in Richtung Süden ohne irgendein konkretes Ziel und mussten unsere Maschine auf der hügeligen Strasse ganz schön quälen. Hier und da empfand ich es als extrem steil, vor allem die Passage, die als Serpentinen ausgeführt waren. Eine Stelle an der immer nur ein Auto gleichzeitig um die Ecke kam. Was uns gerade an diesem ersten Tag aber noch den blanken Horror bescherte (wer weiß schon ob die Bremsen das auch komplett durchhalten), wurde im Verlaufe der nächsten Tage zur Normalität. Man gewöhnt sich halt an alles. Gekommen sind wir bis zum Lonly Beach, wo wir in einem Ressort einkehrten eigentlich nur um auf deren Seeterrasse eine Kleinigkeit zu trinken.
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Norma konnte aber nicht wiederstehen und bestellte sich den auf der Karte angepriesenen Cesars Salad. Mit selbigem Gericht hatte sie ja bereits vor ein paar Jahren schlechte Erfahrungen gemacht, welche sich dieses Mal wieder bestätigten. Geschmacklich konnte sie sich nicht beschweren und angesichts des etwas gehobeneren Restaurants war sie sich auch sicher, dass der Salat OK sein müsste. Leider wurde sie eines besseren belehrt, was sich aber erst in der kommenden Nacht zeigen sollte. Ich blieb bei meiner Standardbestellung von einer Cola und einem kleinen Bier und bin gut damit gefahren. Die Gegend in die es uns hier verschlagen hatte nannte sich zwar Lonly Beach, einen Strand gab es aber zumindest hier nicht. Das Ufer bestand aus Steinen, und doch erstreckten sich zu beiden Seiten Bungalowanlagen. Die Anlage rechter Hand schien aus einfachen aber soliden Bungalows zu bestehen, die Anlage linker Hand machte einen luxuriöseren Eindruck. Für mich wäre das nichts, so ganz ohne Strand, OK vielleicht für einen Langzeitaufenthalt, weil in einer solchen Anlage die Preise sicherlich noch moderat sind.
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Auf dem Rückweg machten wir Station im Nature Ressort (zumindest glaube ich das) um uns selbiges mal zu beschauen. Die Bungalows gefielen uns sehr gut und der Strand war über jeden Zweifel erhaben. Es gab ein nettes Restaurant und es wurde Volleyball gespielt, echt nett. Für einen zukünftigen Aufenthalt käme dieses Ressort echt in Frage. Bevor wir zurück zu unserem Hotel fuhren nahmen wir noch den auf dem Weg liegenden Aussichtspunkt mit. Leider sind die Bilder aufgrund des trüben Wetters nicht sehr beeindruckend, die Inselwelt ist aber echt sehenswert. Es gibt sie noch, lauter kleine unbewohnte Eilande, die nur auf einen Robinson warten...
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Zurück am White Sand Beach begannen wir das Abendprogramm mit einem leckeren Seafoodessen bei "Nong Bua Seefood". Das Ambiente hatte zwar eher was von Kantine mit all der Neonbeleuchtung, der Fisch erschien mir aber etwas frischer, als alles was am Strand angeboten wurde. Der Eindruck bestätigte sich auch, denn geschmacklich ließ sich nichts an unserem Essen aussetzen.
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Auf dem Rückweg machten wir noch an der kleinen Bar halt, die aus einem umgebauten VW Bulli bestand. Die Drinks waren klein, zu teuer und die Stühle unbequem, aber trotzdem gefiel es mir außerordentlich gut, irgendwie witzig. Dazu zeigte man auf einem großen Fernseher aktuelle Musikvideos, was meinem Musikgeschmack eigentlich ganz gut traf.
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Als wir hier genug hatten verabschiedete sich Norma ins Bett und ich genehmigte mir noch einen Absacker in einer Strandbar gleich nebenan.
Nachts wurde ich dann geweckt, denn merkwürdige Geräusche drangen an mein Ohr. Es sei nur soviel gesagt, der Cesars Salad zeigte Wirkung und Norma verbrachte diese Nacht doch recht wenig Zeit im Bett...



Predator_Jo
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Re: Thailand November 2014 (ausführlich...)

Beitrag von Predator_Jo » 26.02.2018, 13:39

Endlich wieder Tauchen und eine nette Bar (Tag 6)

Bereits am Vorabend hatten wir unweit unseres Ressorts bei den BB Divers einen Tauchtag für mich und entsprechendes Schnorcheln für Norma gebucht. Norma allerdings konnte sich verständlicher Weise heute Morgen nicht so recht motivieren auf eine solche Tour zu gehen. Ich musste also mal wieder allein die Unterwasserwelt um Koh Chang erkunden.
Relativ pünktlich wurde ich vor unserem Ressort mit einem der typischen PickUp Taxis zusammen mit ein paar anderen abgeholt. Das Taxi fuhr uns dann ganz in den Süden der Insel zu einem großen Pier, welcher links und rechts mit Behausungen und Geschäften drapiert war.
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In einem dieser Läden befand sich auch der Shop der BB Divers, hier wurden wir dann alle mit dem nötigen Material ausgestattet und der ganze Papierkram erledigt. (Den kompletten Fragebogen mit nein ankreuzen, sonst darf man nicht tauchen...) Als alle dies erledigt hatten wurden wir gebeten den Pier hinunter zum Boot zu gehen.
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Das Boot der BB Divers empfand ich als groß und geräumig, aus meiner Sicht kein Grund zu Klage. Natürlich handelte es sich um einen mehr oder weniger seetauglichen Holzkahn, wie sie gerade in Thailand halt üblich sind.
So sehr ich mich auch bemühe, ich kann mich beim besten Willen nicht an die Tauchgänge erinnern. Ich glaube, dass die Sicht nicht sonderlich berauschend war, was aber in Thailand ganz normal ist. Ansonsten wohl mehr oder weniger wenig spektakulär, wobei mir allein das unter Wasser sein ausreicht um den Tauchgang zu genießen. Insgesamt erinnere ich mich aber an einen schönen entspannten Tag.
Bis ich zurück am White Sand Beach war, brach bereits die Dunkelheit an und wir schlenderten den Strand entlang um ein geeignetes Restaurant zu finden. Hängen geblieben sind wir letztlich im Tantawana Restaurant, welches bequeme Plasikstühle an den Strand gestellt hatte.
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Hier konnte man wunderbar mit Blick auf das Meer sitzen. Nur die niedrigen Tische sind nicht unbedingt zu Essen geeignet, aber auch das meisterten wir mit Bravur. Das Essen selbst überzeugte uns aber nicht so ganz, es war nicht so schlecht, aber besonders eben auch nicht. Norma verabschiedete sich relativ bald in Bett, was ich durchaus nachvollziehen konnte, nur ich wollte natürlich den Abend nicht so ungenutzt verstreichen lassen. Also machte ich mich mal wieder auf die Suche nach einer passenden Bar. Gott sei Dank brauchte ich nicht allzu lange suchen, denn gleich gegenüber unseres Ressorts gab es das "Otto's" mit Live Musik und allem PiPaPo. Geil... Gut die Livemusik haute mich jetzt nicht so vom Hocker, die Drinks kosteten deutlich mehr als üblich (obwohl Koh Chang an sich schon kein ganz billiges Fleckchen Erde ist) und die Sitzgelegenheiten strotzten nicht unbedingt vor Bequemlichkeit. Die gehobenen Preise schrecken aber das feierwütige Volk ab, wodurch sich eine sehr entspannte Atmosphäre verbreitete. Die Musik wurde mit jedem Drink auch besser und die Sitzgelegenheiten ließen sich am Ende auch ganz gut aushalten. Ich fands gut, auch die Nähe zu unserem Ressort sprach eindeutig für diese Bar. Zu Beginn wurde die musikalische Untermalung von einem Duo gegeben, welches aus einem älteren Pärchen bestand. Die Musikauswahl fiel etwas gesetzter aus, vermutlich damit die Leute noch in Ruhe essen konnten. Anschließend spielte eine dreiköpfige Rockband, was meinen Geschmack eher traf. Die Musiker wechselten sich immer mal wieder untereinander ab, wodurch es zumindest nicht langweilig wurde. Sogar eine blonde Frau aus dem Publikum fühlte sich dazu berufen ein paar Lieder zu trällern.
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Gar nicht schlecht, wie sie allerdings dazu kam erschloss sich mir nicht so ganz. Ich vermute sie gehörte irgendwie zu der Bar, oder kannte die Besitzer oder die Band sehr gut. Keine Ahnung, ein schöner Abend jedenfalls, nur die Rechnung vermieste mir das Vergnügen ein wenig.

Relaxen die II. (Tag 7)

Wie die Kapitelüberschrift schon suggeriert war der heute Tag nicht unbedingt von viel Action geprägt. Den ganzen lieben langen Tag lungerten wir am Strand rum, hörten Musik, lasen Bücher, badeten im wunderbar warmen Meer und genossen die Nähe zum Hotelrestaurant (vor allem der Flüssignahrung wegen).
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Um das Ganze noch bequemer zu gestalten mieteten wir uns einfach von den Massagedamen nebenan ein paar Sonnenstühle. Das Leben als Gesamtheit kann manchmal ganz schön grausam sein.
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Erst am Abend vernahmen wir wieder den Ruf unsere müden Hintern vielleicht doch mal mehr als 10 Meter von unserem Bungalow zu entfernen. Wir entschieden uns dazu einmal eines der Restaurants am nördlichen Teil des White Sand Beaches zu probieren. Den Namen weiß ich leider nicht mehr, aber ich meine mich daran zu erinnern, dass das Essen recht gut war. Die allgemeine Tiefenentspannung trug dazu bei, dass auch nur wenige Fotos gemacht wurden, somit fehlt nun auch das Essen, welches wir sonst immer fotografieren. Nach dem Essen verschlug es uns noch in die -laut Reiseführer- berühmte Chang Bar.
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Viel los war nicht, aber Musik wurde gespielt, das Bier schmeckt so oder so und der Blick auf das Meer mit den Füßen im Sand tut sein Übriges für einen sehr entspannten und schönen Abend.



Werner
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Re: Thailand November 2014 (ausführlich...)

Beitrag von Werner » 27.02.2018, 11:51

Hey schön, bin gespannt. Werde den mal abends lesen, jetzt muss ich wieder an die Arbeit.

Also. DANKE für deinen Bericht.

Werner. :peace:



Jenny
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Re: Thailand November 2014 (ausführlich...)

Beitrag von Jenny » 27.02.2018, 13:18

Habe mir deinen tollen Bericht bis hierher schonmal reingezogen. Das macht neugierig auf mehr......mal gespannt wie es weiter geht. Vielen lieben Dank das du uns teilhaben lässt. :)

LG
Jenny



Thorsten
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Re: Thailand November 2014 (ausführlich...)

Beitrag von Thorsten » 27.02.2018, 19:25

Danke auch von mir. Macht Spaß zu lesen, und natürlich Vorfreude auf Thailand. Bin gespannt wie dein Bericht weiter geht.

Gruß
Thorsten



Predator_Jo
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Re: Thailand November 2014 (ausführlich...)

Beitrag von Predator_Jo » 28.02.2018, 11:52

Hundert Meter Regen (Tag 8)

Nach dem gestrigen Entspannungstag wollten wir heuten einen weiteren Erkundungstag einlegen, was sicherlich auch mit dem Wetter zusammen hing, welches sich uns an diesem Morgen präsentierte. Ziemlich trüb und grau, also eher ungeeignet für einen Strandtag. Mutig fuhren wir mit unserem Moped los in Richtung Süden, das Ziel sollte einer der auf Koh Chang befindlichen Wasserfälle sein. Wir kamen nicht allzu weit, bis uns die ersten richtig großen Regentropfen trafen.
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Wir fuhren in Richtung einer Wand aus Regen. Erfahren wie wir nun mal sind stellten wir das Moped ab und setzten uns in ein kleines Restaurant. Kein ganz schlechter Move, denn so kamen wir zu einem leckeren Frühstück bestehend aus einer Nudelsuppe. Leider hörte es nicht wie erwartet schon nach ein paar Minuten wieder auf zu regnen, nein der Regen änderte sich nur von Sintflutartig zu duwirsttrotzdempatschnass. Nach einer Weile tatenlosem Rumsitzen entschlossen wir uns eine der weniger starken Regenphasen zu nutzen um trotzdem weiter zu fahren. Also rauf auf das Moped, Gas geben, um die erste Kurve rum und... Nichts... Kein Tropfen Regen, die Straße komplett trocken und das nur ein paar Meter von unserem Unterstand entfernt. Irre, wenn wir das gewusst hätten... Gut, dann hätten wir das leckere Frühstück verpasst... Wie man es macht...
Der Wasserfall ist an der Hauptstrasse ausgeschildert, wodurch man ihn leicht finden kann. Wie üblich muss man vom Parkplatz ein paar Meter durch den Dschungel laufen (laut Schild 500 Meter) um zum Wasserfall zu gelangen. Ein netter Fußmarsch und auch in FlipFlops gut zu meistern.
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Angekommen am Wasserfall präsentierte sich uns eine enge Schlucht, in die sich aus bestimmt 20 Metern Höhe das Wasser ergoss. Leider bemerkten wir kurz nach der Ankunft schon wieder die typischen dicken Regentropfen und so kamen wir gerade noch dazu ein paar Andenkenfotos zu schießen, bevor die Sintflut über uns hereinbrach. Glücklicherweise gab es einen überdachten Pavillon, unter dem wir zusammen mit ein paar Parkangestellten Schutz finden konnten. Wir harrten hier eine Weile aus, in der Annahme, dass der Regen bald wieder nachlassen würde. Leider tat uns Petrus diesen Gefallen nicht, weswegen wir irgendwann beschlossen trotz Regen den Rückweg anzutreten. Auch wenn es regnet bleiben die Temperaturen in Thailand ja Gott sei Dank unverändert hoch, so dass ein kleiner Fußmarsch unter solchen Umständen letztlich kein Problem ist. Angekommen am Moped hatte der Regen dann aber tatsächlich so weit nachgelassen, dass die Fahrt zurück ins Hotel kein Problem darstellte.
Nach so einem anstrengenden Tag ließen wir es heute Abend etwas ruhiger angehen und genossen ein weiteres Mal das leckere Seafood im Nong Bua.
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Meine Bestellung löste dann aber irgendwie Unverständnis aus. Nachdem wir uns einen Fisch ausgesucht hatten wurden wir dann am Platz befragt, wie wir ihn zubereitet haben wollten. Ich entschied mich für eine ganz normale gegrillte Variante mit Reis, allerdings zu dem Reis bitte einfach die Pfefferkorn Sauce, welche in einer anderen Zubereitungsart erwähnt wurde, einzeln dazu. Das verwunderte, ich würde ja fast sagen ein wenig angewiderte, Gesicht der Bedienung werde ich so schnell nicht vergessen. Ich wollte mir aber auf keinen Fall den Fisch mit der Sauce versauen und so hatte ich am Ende lecker gegrillten Fisch mit Reis an Pfefferkornsauce, nicht schlecht.
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Den restlichen Abend verbrachte ich dann der Einfachheit halber wieder bei Otto's, wobei die Musikgestaltung an diesem Abend etwas besser war, denn außer den bereits bekannten Bands griffen auch andere zur Gitarre um ein paar Lieder zum Besten zu geben.

Erkundungstour auf Koh Chang (Tag 9)

Wir bestiegen an diesem Morgen für unsere Verhältnisse sehr früh das Moped um uns nach einem geeigneten Platz zum Frühstücken zu suchen. Ich glaube bereits gestern entdeckte Norma eine Bäckerei direkt gegenüber des großen Tempels. Dahin verschlug es uns am heutigen Morgen um das Frühstück zu genießen. Schlecht war es nicht, aber auch nicht so gut, dass wir wieder gekommen wären.
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Natürlich nutzten wir direkt die Chance uns den Tempel näher anzuschauen, wo die Vorbereitungen für Song Kran in vollem Gange waren. Auf dem Tempelgelände hatte man einen Markt aufgebaut, auf dem man eigentlich die ganz typischen Sachen kaufen konnte, Klamotten, Essen, Spielzeug aber auch etwas ausgefallenere Sachen wir Särge...
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Ob die allerdings tatsächlich für den Zweck einer Beerdigung gedacht waren konnte ich nicht erkennen. Leider war es uns nicht möglich den großen Tempel von innen zu betrachten, alle Zugänge waren versperrt und so mussten wir uns mit einem kleinen Nebengebäude zufrieden geben.
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Auch dies konnte mit der für Thailand typischen, wundervollen Ausstattung überzeugen. Anschließend gaben wir unserem Moped die Sporen und erkundeten das südliche Ende von Koh Chang und die dort befindlichen Ressorts. Es gibt gleich neben dem großen Pier im Süden einen Strandabschnitt, an dem man hauptsächlich kleine Restaurants, aber auch das ein oder andere Ressort findet. Zu erreichen ist dieser Strandabschnitt nur über eine sehr schmale Brücke, über die nicht einmal Autos passen. Wir ließen also wie alle anderen unser Moped an der Hauptstrasse und erkundeten den Strand zu Fuß.

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Predator_Jo
Inventar
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Registriert: 30.09.2008, 17:03

Re: Thailand November 2014 (ausführlich...)

Beitrag von Predator_Jo » 28.02.2018, 11:52

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Je weiter man lief, desto ruhiger wurde das Ganze. Hatte man ganz am Anfang noch viele kleine Restaurants, so endete unser Spaziergang in einem Hotel namens "`Tropical Beach Ressort"'.
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Selbiges bestand aus Afrikanisch anmutenden runden Betonbungalows, die gar keinen so schlechten Eindruck machten. Die Bungalows verteilten sich lose zwischen Bäumen, allerdings bestand der Boden aus Sand, was die Anlage irgendwie ein wenig verwahrlost erscheinen ließ. Ich erinnere mich noch, dass eine Lagune mit irgend welchen Gebäuden an das Gelände angrenzte, von denen eines wie ein großes Schiff aussah. Diese Anlage wirkte aber noch verlassener als das Tropical Beach.
Eines Der Ressorts im vorderen Teil dieses Strandes weckte aber doch unsere Aufmerksamkeit. Es bestand aus ein paar in Reihe angeordneten Holzbungalows, die einen sehr netten Eindruck machten. Der Strandabschnitt gefiel uns auch ausgesprochen gut, und wir entschlossen uns dazu einen der Bungalows zu besichtigen.
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Leider war nur noch ein älteres Modell frei, an welchem schon etwas der Zahn der Zeit genagt hatte. Im Inneren konnte man auch den typisch modrigen Geruch wahrnehmen. Als wir uns nach dem Preis erkundigten fielen wir erneut vom Glauben ab, denn selbiger lag nicht viel unter dem, den wir für unseren jetzigen Bungalow bezahlten (Oder war der Preis sogar höher?). Auch wenn es uns schwer fiel, aber wir entschieden uns gegen einen Umzug, denn letztlich hätten wir einen schlechteren Bungalow und einen etwas besseren Strand bekommen. Das war es uns dann einfach nicht wert.
Den Abend nutzten wir dann um uns erneut auf das Moped zu schwingen und in Richtung Lonly Beach aufzubrechen. Laut Reiseführer sollte sich hier mehr die Traveller Szene ausgebreitet haben, was uns immer entgegen kommt, auch wenn wir nicht so die typischen "`Traveller"' sind. Wie auch immer, als erstes suchten und fanden wir ein nettes Restaurant mit annehmbarem Seafood. Mein gedünsteter Tunfisch mundete sehr gut, war aber etwas trocken. Die Schrimps dagegen waren der Knaller (da kann man anscheinend nicht so viel falsch machen).
Anschließend ging es natürlich in eine nette Bar, wobei wir mal wieder von der Live Musik in eine Hippie Bar gelockt wurden.
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Diese Bar entsprach ganz den Klischees, ein wenig runter gekommen, improvisierte Möbel und Sitznieschen, sowie der allgegenwärtige süßliche Geruch... Die Szenen, die sich hier abspielten waren echt cool. Zuerst spielte ein Thai mit Gitarre auf, der sich zwar nicht umwerfend aber noch OK anhörte. Dann erschien ein offensichtlich extrem angetrunkener Thai, den alle zu kennen schienen und setzte sich wie selbstverständlich mit ner Rassel neben den Sänger.
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Als der dann aufhörte setzte er sich selbst ans Mikro, bekam aber aufgrund seines Zustandes nicht ein Wort raus und verschwand kurz darauf wieder für eine Weile. Dann baute ein Pärchen ein kleines Keyboard auf, welches sie bediente, während er die Gitarre quälte.
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Alles was mir von den beiden in Erinnerung geblieben ist, ist die konzentrierte Art und Weise wie das Mädel die drei immer gleichen Töne auf dem Keybord spielte. Musikalisch sind wir da besseres gewöhnt, aber lustig fanden wir es trotzdem.



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Re: Thailand November 2014 (ausführlich...)

Beitrag von Predator_Jo » 28.02.2018, 11:59

Die Eroberung Koh Changs geht weiter (Tag 10)

Auch heute nutzten wir unser Moped ausgiebig und erkundeten einen weiteren Strand südlich vom White Sand Beach. Den avisierten Beach zu erreichen gestaltete sich etwas schwierig, denn es führte keine direkte Strasse hin, die Ressorts grenzten direkt an den Strand und die Strassen endeten an eben selbigen Ressorts. Wir stellten unser Moped also auf einen der Ressortparkplätze und liefen entlang eines Flusses in Richtung Strand. Das Hinterland schien neben Ressorts auch ein paar Restaurants zu beherbergen, so richtig mit Pavillons über dem Fluss usw. Irgendwie fiel es mir aber schwer vorzustellen, dass hier noch viel los sein könnte, denn irgendwie wirkte das Ganze doch eher runtergekommen.
Wie auch immer, den Strand erreichten wir bei einem luxuriös anmutenden Ressort, laut Google dem Centara. Sah von außen ganz nett aus, aber so eine Hotelanlage ist einfach nicht unser Stil und der Strand schien auch irgendwie nicht so einladend.
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Der Fluss scheint sich immer mal ein gutes Stück vom Strand zu genehmigen. Wir wechselten die Flusseite über eine wackelige Brücke aus Fässern und erreichten einen Strandabschnitt der schon eher unseren Vorstellungen entsprach. Es gab nette kleine Ressorts, deren Bungalows zwar sehr einfach wirkten, aber die dazugehörigen Restaurants machten einen super Eindruck. Aus diesem Grund genehmigten wir uns erst einmal eine Kleinigkeit, also n Clubsandwich und n Cheeseburger...
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Die weitere Erkundung des Strandabschnittes zeigte uns, dass wir uns hier durchaus auch wohl fühlen hätten gekonnt. Klar, die Auswahl ist nicht so groß, aber mit ein zwei Restaurants, ner netten Bar und dem tollen Strand wäre alles da gewesen was man gebraucht hätte. Eine passende Unterkunft voraus gesetzt. Das Ressort, durch welches wir zurück liefen hatte sogar ein dickes fettes Hausschwein.
Den Rest des Tages verbrachten wir dann aber wieder "`zu Hause"' an unserem Strand unter dem schattenspendenden Baum direkt vor unserem Bungalow. Immer wieder toll die Sonne im Meer versinken zu sehen mit einem Bier in der Hand und den Alltagssorgen ganz weit weg.
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Die Abendgestaltung verlief wenig spektakulär aber so wie wir es mögen. Zuerst probierten wir das Restaurant, welches nördlich unserer Unterkunft direkt über dem Meer auf die Felsen gebaut war. Wie so oft fanden nicht so viele andere hierher und wir hatten fast das gesamte Restaurant für uns.
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Natürlich setzten wir uns direkt vorn ans Meer und genossen ein nicht ganz billiges aber sehr schmackhaftes Mahl. Verfehlen kann man das Restaurant übrigens nicht, denn bei Flut muss man um weiter nach Norden zu kommen durch das Restaurant durch laufen und die Palme aus LED Leuchten ist Abends auch kaum zu übersehen.
Zum Ausklang des Abends besuchten wir erneut das kleine Ressort auf Stelzen hoch über dem Strand mit der Deutschen Community. Wie das letzte Mal wurden wir alsbald in die große Runde gebeten und genossen einen weiteren Abend in netter Gesellschaft. Ganz so spät wurde es dieses Mal nicht, denn wir hatten für morgen einen Tauchtag gebucht.

Tauchen und Sonkran (Tag 11)

An das Tauchen selbst erinnere ich mich (jetzt, ein einhalb Jahre nach dem Urlaub) gar nicht mehr so genau. Ich weiß, dass wir nur mit dem kleinen Boot raus gefahren sind, was ich blöd fand, denn das andere war deutlich bequemer. Norma war mit zum Schnorcheln und der Guide hatte es immer brutal eilig. Boar, der Mann schoss durch die Unterwasserwelt, welche unter anderem aus einem Wrack bestand. Zum Teil bin ich mit über 100 Bar auf der Uhr wieder an der Oberfläche gewesen. Was natürlich super ärgerlich ist, wenn man bedenkt, dass man die Luft bezahlt hat. Der Guide ließ sich aber auch nicht davon abbringen so zu rasen, auch nach mehrmaligem Auffordern unter und über Wasser.
Den ganzen Tag auf dem Wasser macht hungrig und so steuerten wir eines der Seafood Restaurants bei uns am Strand an, wo es leckeren Fisch gab. Leider vergaß ich wieder einmal zu sagen, dass sie den Fisch im Ganzen grillen sollen und nicht aufklappen. Ich mag das irgendwie nicht, dieser hier war aber noch einer der besseren "Aufklapp-Fische". An diesem Tag fand auch Loi Krathong statt, das so genannte Lichterfest. Ein Fest, bei dem kleine hübsch verzierte Flöße mit Kerzen ausgestattet werden und dann auf einen Fluss oder eben das Meer ausgesetzt werden. Man konnte bereits Tage zuvor solche Flöße überall kaufen, da wir aber nicht genau wussten wozu dieses Fest gefeiert wurde hielten wir uns vornehm zurück.
Nach dem Abendmahl liefen wir noch den Strand entlang wobei Norma sich für die Variante Bett entschied und ich es allein bis zur Chang Bar schaffte.
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Hier ließ ich mich zwischen den Anwesenden auf einem netten Plastikstuhl am Strand nieder und genoss ein Bier mit Blick auf das Meer und dem vom Vollmond wundervoll illuminierten Himmel. Ich steh einfach drauf so am Strand abzuhängen, da braucht auch gar niemand dabei zu sein. Zu fortgeschrittener Stunde wurde die Bar geschlossen und alle Angestellten und ein Großteil der Gäste machte sich in Richtung einer Party auf. Ursprünglich dachte ich dabei an Musik und Getränke am Strand, wurde aber eines besseren Belehrt. Die Party fand drinnen in einem Anbau eines Hotels statt, einem richtigen Club also... Das mochte ich so gar nicht, ich bin nicht in Thailand um mich in einem finsteren Club zu verkriechen. Ich beschloss daher einen letzten Absacker in Otto's Bar zu nehmen und Norma dann ins Reich der Träume zu folgen.



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Re: Thailand November 2014 (ausführlich...)

Beitrag von Predator_Jo » 28.02.2018, 12:04

Strand- und Steak-Tag (Tag 12)

Zu behaupten wir hätten an diesem Tag nicht viel gemacht wäre eine glatte Untertreibung, denn außer am Strand gesessen und das Leben genossen haben wir wirklich nichts gemacht. Es begann mit einem leckeren Frühstück im Restaurant unserer Anlage.
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Um den Tag nicht in Stress ausarten zu lassen bewegten wir uns anschließend genau 15 Meter zum Strand und legten uns an selbigen, wobei ich mich doch ab und zu tatsächlich 30 Meter bewegen musste um Getränkenachschub zu besorgen. Leider brachte man uns die Getränke aus dem Restaurant nicht zum Strand...
Als es auf den Abend zuging zeigten wir erneute Aktivität, denn wir machten uns auf etwas zu Essen. Einen genauen Plan, was es denn werden sollte an diesem letzten Tag auf Koh Chang hatten wir nicht und ganz im Sinne eines Lazy Days schafften wir es ungefähr 100m die Strasse entlang, bevor wir uns in der "VW Bulli-Bar" für eine Wegzehrung nieder ließen.
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Wie bereits beschrieben eigentlich zu teuer, aber was solls, Urlaub bleibt Urlaub, und in jede andere Bar hätten wir weiter laufen müssen. Derart gestärkt schlenderten wir weiter die Hauptstrasse entlang und blieben letztlich am Steakhaus hängen. Nicht gerade Thailand Typisch, aber wenn man schon eine ganze Weile in Thailand verweilt, kann man sich auch mal abseits der Thaiküche verköstigen ohne ein schlechtes Gewissen zu bekommen. Ich habe keine Ahnung mehr, wie das Restaurant hieß (ließe sich per Google bestimmt schnell raus finden) aber es handelte sich um ein typisches aber hübsches Steakhaus, welches die Gäste auf zwei Ebenen verköstigte. Schöne rustikale Einrichtung, sogar einen elektronischen Bullen gab es. Die Speisen, die wir uns bestellten schmeckten alle hervorragend und qualitativ gab es auch nichts zu beanstanden. Klar, der Preis bewegte sich eher auf Deutschem Niveau als auf Thailändischem, aber was solls.
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Man muss allerdings auch sagen, dass man sich des etwas höher klassigen Niveaus durchaus bewusst war und sich auch um die Gäste bemühte. Der Chef (ob tatsächlich der Besitzer, der Betreiber oder einfach nur der Schichtleiter... keine Ahnung) erkundigte sich bei uns danach ob denn auch alles in Ordnung wäre. Einen kleinen Kritikpunkt musste ich loswerden, denn wie in Thailand üblich wurden alle Speisen nahezu gleichzeitig serviert, also Vorspeisen, Appetizer, Hauptspeise usw., was in einem Steakhaus nicht so gut ist, denn während man noch an der Vorspeise sitzt wird das Steak kalt... Die Kritik wurde aber aufgenommen und ich denke auch ernsthaft betrachtet.
Zum Ausklang des Abends begaben wir uns noch einmal in die Chang Bar etwas den Strand hoch. Hier saßen wir bei leckeren Getränken und genossen die Aussicht auf das vom Vollmond illuminierte Meer. Ein sehr schöner letzter Tag auf Koh Chang, welches uns eigentlich sehr gut gefallen hat. Vielleicht bereits etwas zu touristisch entwickelt, aber zumindest in der Nebensaison noch OK. Das einzige was mir wirklich negativ aufgefallen ist, sind die Preise für die Unterkunft, da muss man Koh Chang einfach als höherpreisig (ich würde fast sagen überteuert) bezeichnen. Vielleicht kommen wir aber trotzdem noch einmal wieder, denn zu entdecken gab es eine Menge.



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Re: Thailand November 2014 (ausführlich...)

Beitrag von daewoo42 » 28.02.2018, 16:40

Klasse Bericht, macht beim Lesen Spaß und Vorfreuden.
Speziell Tag 12 ähnelt doch unserer Art von Urlaub sehr stark.

Freu mich mehr zu lesen um die Zeit bis Ende März zu überbrücken, dann geht es bei uns wieder los.


nächste Reise:
November 2018 Koh Phayam

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Re: Thailand November 2014 (ausführlich...)

Beitrag von Roland » 28.02.2018, 16:43

Also mit dem gesamten Gepäck den Strand hoch, was eine sehr schweißtreibende Angelegenheit wurde.
Wir hatten beim ersten mal dort oben das rocksand gebucht. Die holen ihre Gäste mit einem kleinen Boot vom seven Eleven ab. (Kurz vor der Sabai Bar. Aber die ganzen Dinger do oben sagten uns auch nicht zu. Independence bo und wie sie alle noch heißen.
Beim unserem letzten Spaziergang sahen wir jedoch einige schicke neue Bungis. Könnte man ja mal googeln.
Wobi wir uns mittlerweile ans Dewa am Klong Phrao gewöhnt haben.



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Re: Thailand November 2014 (ausführlich...)

Beitrag von Predator_Jo » 02.03.2018, 13:09

Willkommen im Paradies (Tag 13)

Für unsere Verhältnisse ziemlich früh verabschiedeten wir uns von unserem sehr schönen Bungalow auf Koh Chang und fuhren per PickUp zum Pier wo das Boot in Richtung Koh Kood aufbrach. Es ist immer wieder spannend zu neuen gänzlich unbekannten Zielen aufzubrechen (wobei Thailand generell natürlich alles andere als unbekannt für uns ist) und die Neugier dem Wehmut über das Zurück gelassene überwiegen zu lassen.
Die Fähre war ein typisches Speedboot, wobei das Meer sich von seiner ruhigen Seite zeigte und die Fahrt daher nicht zu wild ausfiehl. Unterwegs setzten wir einige Passagiere an sehr nett anzuschauenden Stränden und Inseln ab, wie es scheint gibt es hier noch die ein oder andere Perle, neben den weithin bekannten.
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Da kam zum Teil schon ein wenig Neid auf. Eine längere Pause machten wir dann auf Koh Mak, eine Insel, die auch sehr nett aussah, laut Reiseführer aber eher das gediegene luxuriösere Publikum ansprach. Hier an diesem Pier viel mir auch auf, dass ich meine Flossen im Taxi auch Koh Chang vergessen hatte und sprach einen der Mitarbeiter daraufhin an. Er meinte aber, das wäre kein Problem, er würde sie dann morgen einfach bei seiner täglichen Tour vorbeibringen. Wenn das klappt cool ... Die Fahrt ging dann weiter in Richtung unseres Zielortes, wobei wir was unsere Unterkunft anging noch nicht 100\%ig sicher waren, laut Reiseführer sollte es das Dusita werden, demnach gaben wir dies dem Mitarbeiter auch als unseren Zielort an, denn es gab keine zentrale Anlegestelle, sondern jeder wurde ganz individuell bis zu seinem Ressort gebracht.
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Zuerst liefen wir in eine Art Fluss oder Meeresarm ein, welcher nicht gerade ansehnlich gewesen ist, aber die Rückseite einiger Ressorts bildete und so auch als Anlegestelle für eben selbige. Anschließend fuhr man uns in Richtung eines Strandes mit Palmen besetztem Hinterland, idyllisch dazwischen angelegten Bungalows und einem sehr wackelig aussehenden Steg. Ich weiß noch wie wir dachten: "`Das sieht aber sehr nett aus!"', als man uns zu verstehen gab, das es sich dabei um das Dusita handelte... Wahnsinn, das sah so gut aus! Wir haben uns sofort in das Ressort verliebt, und wir hatten noch nicht einmal richtig angelegt. Über den wirklich wackeligen Steg betraten wir das Gelände, welches sich als mit Englischem Rasen top gepflegter Garten herausstellte. Geil! An der Rezeption wurden wir natürlich nach einer Reservierung gefragt, die wir nicht hatten, also fragten wir ob denn ein Bungalow frei wäre. Ja, aber nur die etwas einfacheren ohne Klimaanlage... Sehr gut, anschauen war natürlich möglich und noch nicht richtig drin entschieden wir uns dazu den Bungalow zu nehmen und hier zu bleiben. Es hat einfach gepasst!
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Der Bungalow war zwar klein, aber gut in Schuss mit einem Bett, Moskitonetz, Fernseher und einem sehr netten aus Naturmaterialien bestehenden Bad (Warmwasser).
Nachdem die Unterkunft geklärt war nahmen wir das Ressortgelände in Besitz, natürlich mit dem Restaurant als erste Anlaufstelle. Irgendwie war ich wie berauscht von dem tollen Anblick, ich sah mich genötigt sofort ein Foto auf Facebook zu posten um alle möglichst neidisch zu machen.
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Das Essen schmeckte sehr gut, im Nachhinein betrachtet habe ich keine Ahnung, warum das Resort Restaurant eher selten genutzt haben.
Natürlich gab es noch weitere organisatorische Sachen zu erledigen, allem voran ein Moped. Das bekamen wir recht zügig von einem der Mitarbeiter, an dessen Name ich mich nicht mehr erinnere, der uns aber immer so behandelte als würden wir zur Familie gehören. Als er uns das Moped übergab setzte er zu einer längeren Einweisung an, welche ich sofort unterbrach, schließlich saß ich ja nicht das erste Mal auf so einem Teil. Ich schwang mich also kurzerhand auf das Moped und fuhr die Zufahrtsstrasse einmal hoch und runter, wobei unser Freund sehr angetan schien von dem was er sah, er winkte ebenfalls ab und meinte nur: "Ahh, Du machst das nicht zum ersten Mal...". Gegen Abend nutzten wir dann die neu gewonnene Freiheit um die Gegend zu erkunden und ein nettes Restaurant für den Abend zu finden. Das taten wir dann auch, zufällig sogar eines, welches als sehr empfehlenswert galt, wie wir später herausfanden. Uns lockte einfach die nett aussehende Lokalität, die außerdem noch lecker aussehenden Fisch anbot. Ich habe keine Ahnung wie das Lokal hieß, es ist unweit der Anlegestelle am Fluss direkt an der Brücke gelegen. Das Essen schmeckte hervorragend und das rustikale Ambiente in den Mangroven gefiel uns einfach.
Als wir satt und zufrieden waren fuhren wir noch ein wenig herum um vielleicht eine nette Beach Bar zu finden. Selbige fanden wir zwar nicht, dafür aber einen anderen Hotspot der Insel, eine direkt an der Straße gelegene Bar, die aus allerlei Resten in den Hang hinein gebaut zu sein schien.
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Betrieben wurde die Bar von einem Thai, der sehr freundlich schien, aber auch ziemlich durchgeknallt. Weiterhin gab es ein junges Europäisches Pärchen, welches auch irgendwie beteiligt gewesen sein sollte. Wie genau bekam ich allerdings nicht heraus. Das Mädel erzählte im Gespräch, dass sie kein Gast wäre, sondern in dieser Bar arbeiten würde. Allerdings saß sie letztlich nur rum, was genau ihre Aufgabe war konnte ich nicht erkennen, es herrschte so eine Art Selbstbedienungskonzept. Wie auch immer, ich fand es sehr nett und etwas Livemusik des Thai-Besitzers sowie des Europäischen-Mitarbeiter-Typen gab es auch. Nicht so gut wie andernorts aber OK.
Allzu lange dauerte unser erster Aufenthalt hier nicht, der Tag war lang und ich musste ja auch noch zurück fahren. Trotzdem ein toller erster Tag hier auf Koh Kood, und wieder hatten wir irgendwie das Gefühl alles richtig gemacht zu haben.



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Re: Thailand November 2014 (ausführlich...)

Beitrag von Predator_Jo » 02.03.2018, 13:14

Inselerkundung (Tag 14)

Nach einer ruhigen Nacht (mal abgesehen davon, dass ich komplett von Moskitos zerstochen wurde, Moskitonetz vergessen :baeng :baeng :baeng ) erwachten wir immer noch staunend über das wunderschöne Fleckchen Erde, an das es uns hier verschlagen hatte. Nach dem Frühstück starteten wir eine erste Erkundungstour der Insel. Es ging mit dem Moped nach Süden. Das Fahren auf Koh Kood ist generell nicht sehr schwer, denn es gibt kaum Verkehr. Die Strassen allerdings sind einfache Betonbänder und nicht immer in bestem Zustand, ein waches Auge und angepasste Geschwindigkeit muss also immer oberstes Gebot sein.
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Zu erst "entdeckten" wir ein Ressort, keine Ahnung wie es hieß oder an welchem Strand genau es lag. Wenn ich mich richtig erinnere, dann befand sich direkt im Eingangsbereich eine "Nursery School", es könnte das "Ko Kut Ao Phrao Beach Resort" gewesen sein. Wir stellten jedenfalls fest, dass wohl Nebensaison war, denn die gesamte Anlage, obwohl in einem schönen Garten gelegen, machte einen verwaisten Eindruck. Die Bungalows schienen aber bereit für Gäste zu sein, am Strand standen Liegestühle und sogar die Springbrunnen im Teich liefen. Sehr komisch, aber eigentlich recht nett, vielleicht nicht so unser Stil, aber durchaus ansehnlich.
Noch etwas südlicher gelangten wir erneut zu einer Anlage, womöglich das "I Lay Ressort". Allem Anschein nach eine neue oder frisch renovierte Anlage, man konnte sogar noch die Nähte des Rollrasens sehen. Uns gefiel die Anlage ausgesprochen gut, es gab neben den etwas zurückgesetzten Steinbungalows auch Beachfront Bungalows aus Holz. Eine sehr einladend wirkende Reggea Bar direkt am Strand ist auch vorhanden gewesen.
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Leider konnten wir auch hier keine Menschenseele sehen, ich hätte sonst gern einen Drink genommen. Zwei kleine oder größere Mankos sollen aber auch nicht unerwähnt bleiben. Zum einen besaß die Anlage nicht wirklich Schatten, alle Bungalows brüteten mehr oder weniger in der Sonne, kaum vorstellbar was im Inneren für Temperaturen geherrscht haben mögen. Zum anderen lag das Ressort echt ziemlich weit ab vom Schuss, viel unternehmen konnte man abends sicherlich nicht, zumindest nicht ohne weitere Strecken zu fahren. Allerdings habe ich natürlich keine Ahnung wie es dort aussieht, wenn Saison ist, vielleicht ja doch ganz lebhaft.
Auf unserem Weg nach Süden wies die kleine Karte einen Tempel aus, den wir uns natürlich nicht entgehen lassen wollten. Der an einem Hang gelegene Tempel präsentierte sich uns dann recht unspektakulär, denn er bestand im Wesentlichen aus einem verschlossenen Gebäude ohne viel Schnick Schnack. Wir machten uns daher schnell weiter, um das südliche schwimmende Dorf zu erreichen, welches der Reiseführer als interessant anpries. Hier angekommen (was am Ende doch ein ganz schöner Ritt gewesen ist) fanden wir ein komplett auf Stelzen gebautes Fischerdorf, in dem alle ihrem Tagesgeschäft nachgingen.
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Es gab eine "Hauptstrasse", also einen Steg vorn an der Wasserkante, die wir uns vorsichtig entlang schlichen. Man konnte überall direkt in die offen gestalteten Häuser blicken, wobei die Bewohner den Anblick von uns Weißnasen wohl gewohnt waren, denn sie nahmen kaum Notiz von uns. Selbstverständlich probierten wir das ansässige Restaurant aus, allerdings nur für einen Drink, denn Hunger hatten wir irgendwie nicht. Wir nahmen uns aber vor noch einmal wieder zu kommen um das frische Seafood genießen zu können. Das schafften wir allerdings nie, ich vermute das lag vor allem an der Entfernung zu unserem Resort.
Wieder zurück widmeten wir uns irgendwann der Abendgestaltung, welche aus einem nicht ganz so tollen Mahl im Nachbarresort bestand. Wobei, das Essen war gar nicht mal soooo schlecht, aber die Bedienung sowas von mies drauf, das verdirbt einem den ganzen Abend. Natürlich suchten wir uns einen netten Tisch unter freiem Himmel aus, von welchem wir alsbald aufgrund eines Regengusses flüchten mussten. Kurz darauf fiel auch noch der Strom aus, wobei die Angestellten mit dieser Situation sehr gelassen umgingen und sofort Kerzen parat hatten. Die Location empfand ich als sehr schön, das Restaurant bestand aus einem großen offenen Pavillon, welcher auf die Klippen oberhalb unserer Bucht gebaut war. Sehr schön, trotzdem kamen wir nicht noch einmal hier her, es gab genügend bessere Alternativen.
Norma konnte sich nicht noch für einen Absacker begeistern, weswegen ich allein noch in die Bar von gestern Abend fuhr. Hier verbrachte ich noch eine ganze Weile, bis alle beschlossen noch in die Sunshine Bar weiter zu ziehen (inklusive des Besitzers der ersten Bar). Neugierig schloss ich mich an und lernte so eine weitere nette Alternative kennen, wobei die meisten Gäste aus Angestellten zu bestehen schienen, klar, Nebensaison. Ich lernte die Katze "Singha" kennen und ließ den Abend ganz gemütlich ausklingen.
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Eine komische Sache passierte aber doch, wir hatten zuvor am Tag zwei Jungs kennen gelernt, die ich in der ersten Bar wieder traf und mich auch nett unterhielt. Sie schienen schon eine Weile auf Koh Kood zu verweilen und konnten somit mit einigen Storys und Tipps aufwarten. Jedenfalls stürmten selbige plötzlich aus der Sunshine Bar raus und verschwanden. Am nächsten Tag berichteten sie uns, man hätte versucht ihnen Koks zu verabreichen, indem man ihnen einen in den Stoff eingetunkten Finger ungefragt in den Mund steckte... Ich selbst habe davon nichts mitbekommen, mir wurde auch weder etwas angeboten noch eine ähnliche Tour abgezogen. Einen Grund ihnen dies nicht zu glauben habe ich allerdings auch nicht.



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