Corona: Stimmung, Lage im deutschsprachigen Raum Europas

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Howie
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Corona: Stimmung, Lage im deutschsprachigen Raum Europas

Beitrag von Howie »

Rena hat geschrieben:
02.04.2020, 15:13
smile hat geschrieben:
01.04.2020, 16:48
Ernst
Im Moment bin ich 100% lieber hier als im hysterischen Deutschland!
Berichte mal, wie es ist, wenn man am Ersticken ist und nicht behandelt wird, da zu wenige Beatmungsgeräte vorhanden sind. Ist da Samui ausreichend bestückt?
Hi,
die beiden Zitate möchte ich mal aus dem ursprünglichen Thema nehmen um ein Gegenthema zu "Live aus Samui" zu starten.
Also wie seht Ihr die Lage momentan im deutschsprachigen Raum Europas?
Persönliche Einschätzungen zur Gesamtlage?
Was passiert durch die Einschränkungen im öffentlichen Raum?
Hoffnungen, Ängste, Befindlichkeiten etc.?


als Dienstleister im Handwerk habe ich, trotz der vielen Einschränkungen, immer noch recht viel Kontakt zu den Leuten.
Und ganz ehrlich, momentan empfinde ich das Verhalten der Leute, pauschal gesehen, relativ relaxt.
Klar, Ausnahmen gibt es immer und diese Ausnahmen nutzen dann verschiedene Medien um ein sensationelleres Bild, nennen wir es von mir aus Hysterie, darzustellen.

Ich habe eher den Eindruck, und bin davon sicher auch selbst betroffen, dass sich eher so ein leicht dunkler Schatten über die Gesellschaft legt.
So eine Mischung aus leichter Depression und Lethargie, weil nun eine Situation entstanden ist, wo keiner mehr sicher einschätzen kann, wohin die Reise geht.
Andererseits sehe ich aber auch viel kreative Energie, gerade im am Boden liegendem Gastrogewerbe. Ich sehe auch viel Solidarität, was zum Beispiel Nachbarschaftshilfe in großen sonst eher anonymen Städten betrifft.

Aber Hysterie? Nee, Hysterie ist momentan nicht mal ansatzweise dominant in Deutschland.



Tom
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Re: Corona: Stimmung, Lage im deutschsprachigen Raum Europas

Beitrag von Tom »

Wir sind bei uns in der Schweiz was die Massnahmen betrifft glaube ich so ungefähr 10 Tage weiter als Deutschland. Dies weil aufgrund der Grenze zu Norditalilen das Tessin ganz stark betroffen ist. Die Schweiz hat weltweit pro 100'000 Einwohner auch eine der höchsten Anzahl von Infizierten und im Gegensatz zu Deutschland viel weniger Betten auf Intensivstationen und Beatmungsgeräte.

Persönlich bin ich als für einen Reiseveranstalter tätige Person ganz direkt und massiv betroffen. Unser Business ist aktuell völlig zusammengebrochen und anstatt jetzt Gewinne zu schreiben statten wir nur Gelder zurück für annullierte oder stornierte Reisen. Unsere Mitarbeitenden im Kundencenter arbeiten seit 3 Wochen nur noch daran, unsere Kunden umzubuchen, aus dem Ausland zurückzuholen, irgendwelche Lösungen zu finden. Und dies kostenlos. Wir haben nun den Betrieb auf das minimal möglichste zurückgeschraubt und arbeiten bereits seit 16. März in Kurzarbeit. Und zwar massiv, gesamthaft über die Firma gesehen dürfen wohl noch 20% gearbeitet werden. Mein Arbeitgeber ist aber sehr sozial eingestellt und übernimmt die Differenz beim Lohn, welcher durch den Staat bezahlt wird. Bei uns ist es in unserer aktuellen Lage so: 20% des Gehalts bezahlt der Arbeitgeber. Die restlichen 80% übernimmt der Staat (respektive der Kanton). Allerdings nur zu 80%. Als Beispiel: verdiene ich 5000 Franken, dann bezahlt mein Arbeitgeber jetzt 1000 Franken und der Staat (Kanton) 3200 Franken. Ich komme somit auf 4200 Franken. Mein Arbeitgeber übernimmt nun aber von sich aus die Differenz von 800 Franken, so dass wir alle nach wie vor 100% von unserem Lohn erhalten. Mehrfach wurden wir von unserem Direktor auch darauf hingewiesen, dass wir finanziell gut dastehen und liquid sind. Er sprach davon dass wir uns in einem Sturm befinden. Dieser Sturm könne aber noch lange dauern ohne dass er uns zu Boden bringen würde. Dies sorgt natürlich in der schwierigen Zeit für eine gewisse Relaxtheit.

Wie erwähnt sind die Fälle in der Schweiz hoch, wesentlich höher als in Deutschland auf die Einwohnerzahl bemessen. Den Anordnungen unseres Bundesrates wird nach wie vor zu sehr grossen Teilen Folge geleistet. Eine Ausgangssperre war immer mal wieder Thema, doch wurde bisher darauf verzichtet. Es ist nicht ausgeschlossen dass so eine aber noch kommt. Es wird darauf ankommen, wie sich die Menschen bei uns nun die nächsten Tage bei Sonnenschein und über 20 Grad sowie über Ostern verhalten. Am meisten ärgern zur Zeit eigentlich die alten Menschen. Die welche eigentlich zu Hause bleiben sollten. Die bevölkern zum Teil richtiggehend jeden Tag die Einkaufsläden und scheren sich nicht gross darum, dass eigentlich sie beschützt werden sollen. Inzwischen werden durch die Polizei auch vermehrt Bussen ausgesprochen, wenn sich Gruppen von mehr als 5 Personen bilden oder der Mindestabstand von 2 Metern zwischen 2 Personen nicht eingehalten werden. Aber wie @Howie es betrefffend seinem Empfinden beschreibt, ist auch bei uns grösstenteils die Stimmung sehr ruhig. Hysterie gab es hier höchstens die 2-3 Tage nach der ersten Ankündigung der Massnahmen, da gab es effektiv Hamsterkäufe. Inzwischen ist aber auch dies wieder kein Thema mehr.

Was ich in Gesprächen aber feststelle ist die Tatsache, dass sich immer wie mehr Leute fragen, ob diese Massnahmen in diesem Ausmass wirklich nötig gewesen sind. Es ziehen zwar alle mit, aber man wird - wenn die Krise denn mal vorbei ist -das Thema eingehend beurteilen müssen. Auch merkt man immer wie mehr eine gewisse Ungeduld... dies ist wohl auch die aktuell grösste Gefahr. Denn man kann Menschen nicht einfach während vielen Wochen so dermassen einengen, dafür sind wir uns in DACH ein ganz anderes Leben gewohnt und man kann dies auch nicht mit asiatischen Ländern oder totalitären Regimes vergleichen. Diese Woche oft ein Thema: weshalb kann ich nicht im Baumarkt einkaufen? Die sind doch auch fähig die Kunden zu regulieren und Abstand zu gewähren. Das selbe für Frisörsalons. Das selbe für Kleiderläden.... Der Druck nimmt hier nun definitiv zu für eine schrittweise Öffnung.

Auch kommen immer wie mehr Stimmen, von Fachleuten, die sagen dass man mit den Zahlen die uns da geliefert werden nichts anfangen könne, weil die Dunkelziffer schlicht unbekannt sei. So sagte ein ausgewiesener Fachmann vorgestern Abend, dass man in der Schweiz davon ausgehen müsse, dass 5 bis 20 mal mehr Menschen am Virus erkrankt sind als es die festgestellten Zahlen darlegen. Nun... dies sind inzwischen bei uns 19'000 Personen, pro Tag kommen aktuell etwa 1000 neue dazu. Wenn nun Fachleute sagen dass wir "zwischen 95'000 und 380'000 Fälle haben", dann setzt dies natürlich die publizierten Fälle von Hospitalisierungen und Mortalität in ein ganz anderes Licht als wenn man sich auf 19000 Fälle bezieht. Sprich: die ewigen Live-Ticker und Zahlenpräsentationen gehen immer wie mehr Leuten auf die Nerven.

Nun gut... so in etwa ist das bei uns... Bleibt gesund, macht's gut und ich hoffe selber auch bald wieder reisen zu dürfen.

Gruss Tom



Tom
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Re: Corona: Stimmung, Lage im deutschsprachigen Raum Europas

Beitrag von Tom »

Tja, Howie... da bleiben wir zwei wohl unter uns... bleib gesund - es geht immer vorwärts und kommt auch für uns gut!

Gruss Tom



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chris
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Re: Corona: Stimmung, Lage im deutschsprachigen Raum Europas

Beitrag von chris »

Hallo,

ich kann jetzt nicht soviel beitragen, mein Job ist ja sozusagen Krisenfest :roll:
Dafür arbeite ich aber direkt an der "Front" und kann mir nicht aussuchen, wie ich meine Arbeit gestalten soll. Wenn ich ehrlich bin dann hab ich das am Anfang schon auf die leichte Schulter genommen. Mittlerweile sind aber eben nicht nur sogenannte Risikogruppen mit schwerwiegenden somatischen Beschwerden, es kann scheinbar jeden treffen. 2 meiner Kollegen haben Angehörige, die sich mit Covid19 infiziert haben und auf eine externe Beatmung angewiesen sind. Im Krankenhaus herscht absolutes Besuchsverbot und wenn dein Partner mit dem Leben ringt und du ihn nicht einmal besuchen darfst nimmt mich das persönlich sehr mit. :|

Auch stößt mir der Umgang schon bitter auf, es wird eben nicht jeder getestet, der Kontakt mit Infizierten hatte, wenn du im Gesundheitswesen zu tun hast sowieso nicht.

Es sind Maßnahmen getroffen worden, die für mich blinder Aktionismuss sind, nach dem Sinn fragt keiner, Hauptsache wir machen was.
Ja, Schutzkleidung ist Mangelware und man kaschiert dies mit der "Lockerung" von Hygenemaßnahmen, ob ich drauf gehe interessiert keinen.
Um mich mach ich mir jetzt nich so die Sorgen, ich hab ein Alter erreicht, wo man drüber steht. Aber das Wohl meiner Familie ist mir sehrwohl wichtig. :shock:

Die Ausfallzahlen sind derzeit enorm und ich kann es Kollegen nicht verdenken, wenn sie sich krank melden.
Ich will aber nun auch nicht nur rumjammern, das passiert in den sozialen Netzwerken zu genüge.

Ob wir in ein paar Monaten darüber palavern ob das sinnvoll war oder nicht kann gut sein. Aber wir wissen es schlichtweg jetzt eben nicht, es wird sich zeigen.

Im Privaten machen sich die Beschränkungen schon bemerkbar, es ist eine gereizte und genervte Stimmung zu vernehmen. Wenigstens haben wir einen Balkon und können das derzeit schöne Wetter genießen.

Wir gehen für unsere älteren Nachbarn einkaufen, hier bemerke ich auch einen Zusammenhalt, der mir vorher nicht so aufgefallen ist.



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chris
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Re: Corona: Stimmung, Lage im deutschsprachigen Raum Europas

Beitrag von chris »

Achso, den Thailandurlaub zu Pfingsten habe ich bereits abgeschrieben. Die Flugtickets hab ich jetzt erst einmal über die Lufthansa als Gutschrift vormerken lassen. Mittlerweile befürchte ich, dass der Urlaub im November auch nicht stattfinden wird.



smile
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Re: Corona: Stimmung, Lage im deutschsprachigen Raum Europas

Beitrag von smile »

Hysterie? ... Ok, ich bin ja nicht live in Deutschland ... aber wenn ich in den dt. Online Medien 2-3 und mehr Screens runterscrollen muss um was anderes als Corona zu lesen und das in allen Zeitungen, wenn ich mir ansehe, das es 24h "live-ticker" aller Orten gibt, und jeder Sender ein " Corona Spezial"*, ZDF fragt: "heuter der Virologe xx"*, gefolgt von Corona Kompakt!* Markus Lanz heute "Welchen Weg gibt es nach Corona"* dann ist das für mich schon mehr als hysterisch.
Aber wie alles hatves auch ein Gutes. Es werden nicht mehr jeden Tag gefühlt 20 Deutsche von "Messermännern" attackiert. Keine Grabschereien mehr, Asylbewerber schupsen keine Oma mehr vom Nachttopf. Im Gegezug fährt die Ökosau nicht mehr im Hühnerstall Motorad. Keine Vergewaltigungen, Gretel hats die Sprache verschlagen, Kim und die Mullahs basteln nur noch im stillen an ihren Bomben etc.



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SanukSHG
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Re: Corona: Stimmung, Lage im deutschsprachigen Raum Europas

Beitrag von SanukSHG »

Aber das gute an der Sache ist Smile das nur immer wieder hervorgehoben wird wie gut doch Deutschland mit Corona umgeht, die Mängel oder sollte man schon sagen fahrlässigkeiten lässt man einfach weg.


Gruß aus Pluak Daeng
Ernst

Tom
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Re: Corona: Stimmung, Lage im deutschsprachigen Raum Europas

Beitrag von Tom »

chris hat geschrieben:Die Ausfallzahlen sind derzeit enorm und ich kann es Kollegen nicht verdenken, wenn sie sich krank melden.
Ich will aber nun auch nicht nur rumjammern, das passiert in den sozialen Netzwerken zu genüge.
Und bei uns haben Aerzte die nichts mit Coronapatienten zu tun haben, Kurzarbeit beantragt:
https://www.tagesanzeiger.ch/mehr-als-2 ... 5903655121

Und gestern vermeldete der Bundesrat dass doch alle welche es aufgrund ihrer Erkrankung für nötig halten, ein Spital aufsuchen sollen... Klar, ich verstehe dass es um Betten in der Intensivbetreuung geht weshalb wir das ganze primär veranstalten. Aber es fährt dennoch etwas schräg ein solches zu lesen...

Gruss Tom



franky2000
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Re: Corona: Stimmung, Lage im deutschsprachigen Raum Europas

Beitrag von franky2000 »

Es gibt noch was gutes ;-) Das leidige Greta-Thema ist völlig aus den Medien verschwunden. Allerdings kann ich Corona-Krise nicht mehr hören. Es ist für mich schon jetzt das Unwort des Jahres.

Eine Freundin von uns wohnt auf Mallorca. Sie hat es noch viel schlimmer. Dort gibt es wirklich eine Augangssperre. Sie darf nur noch 3x mit dem Hund raus, aber darf sich nicht weiter als 1 km von der Wohnung entfernen. Zum Einkaufen darf sie nur den Supermarkt nutzen, der maximal 1 km von ihrem Haus weg ist. Ihre Gesundheit ist schon sehr angeschlagen. Kein Wunder, den soziale Isolation und drastische Bewegungseinschränkung bringt extremen Stress mit sich und der zieht nachgewiesenermassen das Immunsystem runter.

Übrigens gilt Isolationshaft als Form der Folter - food for thoughts!


Ich liebe Reisen und Meer :D

Werner
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Re: Corona: Stimmung, Lage im deutschsprachigen Raum Europas

Beitrag von Werner »

Ach schön, dann hockt sie also in Malle Stammheim. Nicht sehr schön, darf sie denn mal über den Gang und den Bader besuchen? Ich habe meinen Vater aus dem Altenheim Trier Stammheim gerettet. Es geht im recht gut auch wenn seine Zipperlein ständig ihren Tribut fordern, mal ein "fast" Schlaganfall, dann eine Harnröhrenentzündung und derzeit ich weiß nicht, nichts lustiges. Aber immer noch besser als in Stammheim wo sie ihn still legen würden beim Warten auf Corinna. Vor zwei Tagen waren wir beim Baumarkt, er wollte kurz draußen im Auto warten, in der Sicherheitszone. Leider gab es eine Schlange von sicher 20 x 2 Personen die geduldig in der prallen Sonne auf Einlass warteten. Das hätte er nicht überlebt in dem Backofen Auto. Nun gut, wir sind wieder gefahren, egal.

Ich freue mich auf Weihnachten wenn der Spuk vorbei ist. Mir graut es vor dem 7. Januar wenn Corona 2 die Welt überrollt und die nächste Pandemie kommt.

Übrigens, neu aus der Panikpresse: Die Vergleiche sind schon schräg. Nicht einmal die Spanische Grippe war schlimmer als Corona weil 20 Tote heute wie 20.000 Tote im Jahr 1918 gezählt werden, oder...

W.



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chris
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Re: Corona: Stimmung, Lage im deutschsprachigen Raum Europas

Beitrag von chris »

Tom hat geschrieben:
08.04.2020, 09:42
Und bei uns haben Aerzte die nichts mit Coronapatienten zu tun haben, Kurzarbeit beantragt:
https://www.tagesanzeiger.ch/mehr-als-2 ... 5903655121

Und gestern vermeldete der Bundesrat dass doch alle welche es aufgrund ihrer Erkrankung für nötig halten, ein Spital aufsuchen sollen... Klar, ich verstehe dass es um Betten in der Intensivbetreuung geht weshalb wir das ganze primär veranstalten. Aber es fährt dennoch etwas schräg ein solches zu lesen...

Gruss Tom
Das wundert mich nicht. Da bei operativen Eingriffen teilweise auch Intensivmedizin bündelt werden nicht zwingende Termine verschoben. Eine Rehabilitation ist unter den derzeitigen Möglichkeiten mit Isolation und Distanz eben ziemlich schwierig.

Dazu muss man verstehen, dass das deutsche Gesundheitssystem kostendeckend arbeiten muss, das wird bei Euch nicht anders sein. Machen wir uns nichts vor. Covid19 wird eine erhebliche Lücke in die Finanzierung der Krankenhäuser verursachen. Das Ökonomen nun machen ist Kosten senken da die Bereiche, die mit Corona nix zu tun haben eben derzeit kein Geld erwirtschaften.



Werner
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Re: Corona: Stimmung, Lage im deutschsprachigen Raum Europas

Beitrag von Werner »

Derzeit kürzen Praxen ihre Öffnungszeiten weil kaum noch Patienten kommen. Ich werde mich um einen Termin bei einem Kardiologen bemühen, die haben sicher auch wenig Arbeit und sind somit über Kunden glücklich.

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palmeles
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Re: Corona: Stimmung, Lage im deutschsprachigen Raum Europas

Beitrag von palmeles »

Meine Freundin wurde bei ihrem Zahnarzt abgewiesen - mit der Begründung, es werden nur Notfallpatienten angenommen.....hab vor paar Tagen nur mein regelmäßiges Rezept vom Arzt abgeholt - vor der Theke lauter Stühle, so daß man nicht weiter als 1 Meter vordringen kann, überall verklebte Spuren, alle in Mundschutz, alles wird mit Handschuhen ausgegeben, keine Patienten saßen da, nur 5 Empfangsdamen...normalerweise ist dort die Bude immer voll....viele lassen sich Krankmeldungen nur noch schicken - kannste jetzt für 2 Wochen ausstellen lassen....



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chris
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Re: Corona: Stimmung, Lage im deutschsprachigen Raum Europas

Beitrag von chris »

Tom hat geschrieben:
08.04.2020, 09:42
Und gestern vermeldete der Bundesrat dass doch alle welche es aufgrund ihrer Erkrankung für nötig halten, ein Spital aufsuchen sollen... Klar, ich verstehe dass es um Betten in der Intensivbetreuung geht weshalb wir das ganze primär veranstalten. Aber es fährt dennoch etwas schräg ein solches zu lesen...

Gruss Tom
Hallo Tomm

hier als Nachtrag auch noch einmal ein Artikel unserer Tageszeitung. Hier beschreiben der Chefarzt der Kardiologie sowie der Chefarzt der Neurologie die Auswirkungen, die die Zurückhaltung von Notfallbehandlung auch bedeuten kann.

https://www.nordbayern.de/region/nuernb ... foCBEvCRZE



Werner
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Re: Corona: Stimmung, Lage im deutschsprachigen Raum Europas

Beitrag von Werner »

Ich habe gerade eine Überweisung zum Kardiologen bekommen. Mal sehen ob ich das schaffe einen Termin zu erhalten. Ist nicht lebensbedrohlich, derzeit, also eine Vorsorge, mal sehen, bin gespannt. Ich denke eigentlich müsste das gehen, die müssen ja auch etwas verdienen und ihre Geräte aus lasten meint mein Hausarzt.

Zum Urologen habe es gestern mit meinem Vater jedenfalls geschafft, das war auch ein Notfall, daher war es gut so.

W.



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